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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Verwüstungen auf Friedhöfen
Zwischenüberschrift:
Warnung die Beschädigung und Entweihung der Begräbnißplätze betreffend.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
In der jüngsten Zeit sind auf den beiden von der Stadt belegenen Leichenhöfen mehrfach Frevel verübt worden. Es sind nicht nur die Denkmäler beschädigt und verunreinigt, sondern auch von den Ruhestätten der Entschlafenen die Blumen und Kränze, mit denen sie von den Hinterbliebenen ausgeschmückt waren, unfugsamer Weise fortgenommen. Es sind die Wege durch das Unkraut, das von den Grabstätten entfernt worden, verunreinigt und das Unkraut, das auf der Einen Grabstätte gewachsen, ist von dieser fortgenommen und zur Verwefung auf die andere Grabstätte geworfen. Auch hat die Jugend sich nicht entblödet, die Leichenhöfe zum Ballspielen und sonstigen Belustigungen zu benutzen.
Eine derartige Entweihung der Gottesacker versetzt nicht nur tief das menschliche Gefühl, sondern ist auch nach unsern bürgerlichen Gesetzen mit Strafe bedroht. Es kann nicht nur polizeiliche Geld- und Gefängnißstrafe, sondern auch in schwereren Fällen peinliche, und selbst Arbeitshausstrafe erkannt werden.
Wir fordern nun alle unsere Einwohner hiemit dringend auf, uns darin daß solcher Frevel und Unfug nicht ferner Statt finde, kräftigst zu unterstützen und wir hegen um so mehr das Vertrauen zu allen Aeltern und Pflegeältern, daß sie die ihnen anvertrauten Kinder über das Unsittliche und Strafwürdeige jener Frevel belehren und sie von deren Verübung abhalten, als sich dieselben sonst selbst bei stattfindenden Vergehen verandwortlich und strafbar machen,
Den Todtengräbern und den Polizeibeamten ist es ganz besonders zur Pflicht gemacht, auf die fraglichen Mißstände zu achten und jeden Uebertretungsfall sofort zu Bestrafung anzuzeigen. Wir warnen daher hiemit wohlmeinend und erstlich Frevel und geben uns der Hoffung hin, daß diese Warnung genügt, um dem Gottesacker und der Ruhestätte der Verstorbenen diejenige Würde und Weihe zu erhalten, die ihnen mit Recht gebührt.

Osnabrück, den 8. August 1851.
Bürgermeiter und Rath der Stadt Osnabrück.
Heuermann Dr. Secr.


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