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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stattliche Kerle auf Wanderschaft
Zwischenüberschrift:
Riesen bewachten einst die Allee
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zwei Riesen aus Stein bewachen heute den südlichen Eingang des Schlossgartens. Ursprünglich haben die beiden stattlichen Kerle in Sutthausen gestanden und sich einander zugewandt über den Weg zum Gut gebeugt.
Das Dach im Hintergrund der alten Fotografie gehört zum Sutthauser Bahnhof. Dieses Bild von Wilhelm Eggert stammt aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg und zeigt damit die ursprünglichen " Sutthauser Riesen" aus Sandstein.
Im Barock schmückten Adlige ihre Parks mit Riesen, und so tat es vermutlich auch der Besitzer des Gutes Sutthausen. Riesen oder " wilde Männer" galten als Symbole für Kraft, Mut und Gesundheit.
Bis 1959 standen die beiden Sutthauser Riesen an ihrem ursprünglichen Standort. In den letzten Jahren waren es jedoch nur noch kümmerliche Reste, denn im Zweiten Weltkrieg waren sie zerstört worden. Dann sorgte der damalige Stadtbaurat Julius Reiling dafür, dass sie restauriert und an der Südseite des Osnabrücker Schlosses aufgestellt wurden.
Seither gab es immer wieder Forderungen, die Figuren an ihren Ursprungsort zurückzuholen. Dies wurde jedoch regelmäßig vom Denkmalschutz abgewiesen.
Im Jahr 2005 schließlich hatte Dr. Gerhard Lohmeier die Idee, neue Riesen in Sutthausen aufzustellen. Schnell hatte der ehemalige Professor der Katholischen Fachhochschule Osnabrück mit Volker Johannes Trieb einen Mitstreiter gefunden.
Der Künstler mit Atelier in Sutthausen entwickelte die neue Gestalt der Riesen und suchte weitere Sponsoren. Kultusdezernent Reinhard Sliwka holte finanzielle Unterstützung beim Landschaftsverband. Außerdem erhielten die Organisatoren Sachspenden, kostenlose Hilfe bei der Berechnung der Statik und der Logistik. Die Gesamtleistung hatte einen Wert von 22 000 Euro.
Seit dem 17. Juni 2007 sind die neuen Riesen nahezu an dem Ort aufgestellt, wo sie früher das Tor der Allee zum Gut Sutthausen bildeten. Aus diesem Grund sind sie etwas schräg zur Riesenallee angeordnet und markieren hier nun den Eingang zu einer Parklandschaft, die sich in den letzten Jahren um das Gut, das Atelier Trieb und den Augusta-Schacht gebildet hat.
Trieb schuf die beiden wilden Kerle nicht aus Sandstein, sondern aus Stahl, der durch eine spezielle Behandlung Rost angesetzt hat.

Bildtext: Die Riesenallee bewahrt heute noch die Erinnerung an die beiden Sandsteinfiguren, die heute im Schlossgarten stehen. Im Hintergrund ist der Sutthauser Bahnhof zu sehen.

Foto: Wilhelm Eggert

Als Relief aus Stahl sind die beiden Nachfolger gearbeitet. Das Foto ist allerdings in Gegenrichtung aufgenommen worden und zeigt den Blick in die Düte-Niederung.

Foto: Klaus Lindemann
Autor:
Marie-Luise Braun


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