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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Stück Osnabrücker Geschichte
Zwischenüberschrift:
125 Jahre Uhrenhaus Kolkmeyer – Erklärung zum Jubiläum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
125 Jahre Kolkmeyer Haus der Weltzeituhren eine erfolgreiche Firmengeschichte und ein schwieriges Stück Vergangenheitsbewältigung.
Dirk Kolkmeyer (44) führt in vierter Generation das Unternehmen an der Georgstraße, das sich aus einem kleinen Uhrmachergeschäft entwickelte und inzwischen 50 Menschen beschäftigt, etwa die Hälfte davon in Vollzeit.
Das Foto des Gründers hängt im Geschäft: Franz Schulze legte 1884 den Grundstein an der Krahnstraße. Später zog er um an die Große Straße, danach an die Herrenteichsstraße, ehe er um die Jahrhundertwende das Haus an der Georgstraße kaufen konnte. Seine Tochter Leni heiratete in den zwanziger Jahren Erwin Kolkmeyer, der aus einer Uhrmacherfamilie stammte.
Mit Erwin Kolkmeyer beginnt ein schmerzhaftes Kapitel der Firmengeschichte. Erwin Kolkmeyer war aktiver Nationalsozialist und SA-Ortsgruppenleiter in der Altstadt. Kolkmeyer verbüßte nach dem Krieg eine mehrmonatige Gefängnisstrafe. Die Familie habe sich " in einem intensiven Prozess" mit diesem Teil der Familien- und Firmengeschichte auseinandergesetzt und die Lehren gezogen, sagt Enkel Dirk Kolkmeyer, der seinen Großvater nie kennengelernt hat. Es sei ihm wichtig, zum Jubiläum dieses Kapitel nicht auszublenden (siehe Erklärung links).
Der Wiederaufbau nach dem Krieg war nicht leicht. Das Geschäft an der Georgstraße war völlig zerstört. 1949 begannen Erwin Kolkmeyer und seine Frau Leni mit dem Wiederaufbau. Im Herbst 1950 nahm das Geschäft in einem eingeschossigen Zweckbau wieder den Betrieb auf. Acht Jahre später wurde das Haus auf vier Geschosse aufgestockt. Als Erwin Kolkmeyer 1961 starb, übernahm der damals 26-jährige Hartmut Kolkmeyer die Verantwortung. Zusammen mit seiner Frau Inge baute er das Unternehmen weiter aus räumlich wie konzeptionell. Aus dem kleinen Uhrmacherladen wurde einer der größten Juweliere weit und breit. Vor vier Jahren übernahm Diplom-Kaufmann Dirk Kolkmeyer die Geschäftsführung. Den Firmengeburtstag feiert Kolkmeyer mit mehreren Sonderaktionen und einem Jubiläumsverkauf im September. Außerdem will die Familie eine Stiftung fördern.

Georgstraße 1904, wo Franz Schulze 1884 den Grundstein für das Uhrenhaus Kolkmeyer legte. Das Geschäft ist an der kleinen Markise zu erkennen. Das Gebäude links der Brücke ist der heutige Herrenausstatter Wüsthoff.

Foto: " Lichtenberg Bilder einer Stadt", Rasch Verlag Bramsche.

Die Nachfahren: Dirk (links) und Hartmut Kolkmeyer.

Der Gründer: Franz Schulze.
Autor:
hin


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