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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Geheimnisse des Waldes entdecken
Zwischenüberschrift:
Jugendliche aus Osnabrück und der Baikalregion in Nolle
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Murmelnd schlängelt sich der Noller Bach durch den grünen Ufersaum. Erlen beschatten im feuchten Untergrund seinen Lauf: Für das natürliche Bild griffen Jugendliche aus Osnabrück und aus Burjatien im Noller Renaturierungsgebiet gemeinsam zum Spaten.
Im Rahmen des Schüleraustausches zwischen der russischen Republik am Baikalsee und der Stadt und Region Osnabrück widmeten sie sich drei Tage lang im Lernstandort Noller Schlucht den Geheimnissen des Waldes.
Über 7000 Kilometer legten die Gäste aus der Baikalregion unter ihnen Lehrkräfte verschiedener Schulen für den Austausch zurück. Zwei Wochen lang verbindet sich für die deutschen und russischen Jugendlichen die interkulturelle Begegnung mit Projekten zur Umweltbildung.
Getragen vom Verein für Ökologie und Umweltbildung Osnabrück, dem Arbeitskreis Umweltbildung der Lokalen Agenda 21 Osnabrück und dem Baikal-Informationszentrum GRAN in Ulan-Ude und gefördert von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, bildet die Begegnung einen Mosaikstein einer bereits fünf Jahre währenden Kooperation. " Das Interesse auf russischer Seite ist groß", freute sich Josef Gebbe, Leiter der Abteilung Umweltbildung im Lernstandort, der für die Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm bereithielt.
Tierspuren
Von Bodenuntersuchungen über die Bewirtschaftung des Waldes bis zur anregenden Suche nach Tierspuren spannte sich der Bogen, der Theorie und Praxis eng miteinander verknüpfte. " Die Fichten sind nicht standortgerecht und deshalb anfällig für Krankheiten und Sturmschäden", erfuhren die Jugendlichen am Noller Bach daher von Referent Gisbert Döpke. An ihrer Stelle soll deshalb künftig Erlen den Uferrand säumen und Hunderte von Jahren Bestand haben. " Und daran sind Sie beteiligt."
Große Erfahrung
Mit selbst gebastelten Schildern kennzeichneten die Jugendlichen " ihre" Bäume. Um den heimischen und aus der Region stammenden Jungerlen einen optimalen Start zu ermöglichen, zogen sie die sich rege aussäenden Fichten als unerwünschte Konkurrenten aus dem Boden. Wertvolle pädagogische und didaktische Anregungen nehmen die Lehrkräfte aus dem Noller Wald mit in ihre burjatische Heimat. Schließlich blickt der Lernstandort Noller Schlucht bereits auf eine über 20-jährige Erfahrung in der Umweltbildung zurück.
Die Schüler stellten zum Projektabschluss im " Walddiplom" ihre neu gewonnenen Kenntnisse unter Beweis. Mit einem Besuch am Wattenmeer, Exkursionen an die Hase und Wasseruntersuchungen widmen sie sich auch dem zweiten Projektthema " Hase städtisches Leben". Und der Gegenbesuch im nächsten Jahr ist bereits geplant. Er macht die deutschen Schüler in Burjatien mit einem besonderen Schatz bekannt: Schließlich ist der Baikal in Zentralsibirien nicht nur der älteste und tiefste See der Erde. Er umfasst zudem ihr größtes Süßwasserreservoir und bedarf deshalb eines besonderen Schutzes.
Der Lernstandort Noller Schlucht plant, die fruchtbare Zusammenarbeit über 7000 Kilometer hinweg weiter auszubauen. " Wir brauchen junge Leute als Multiplikatoren für die Umweltbildung", erklärte Josef Gebbe, der bereits einen Austausch von Studenten ins Auge gefasst hat.
Ab 2010 ist es jungen Burjaten mit entsprechenden Deutschkenntnissen zudem möglich, ein freiwilliges ökologisches Jahr in Nolle anzutreten.

Bildtext: Während des deutsch-burjatischen Schüleraustausches griffen russische und deutsche Jugendliche am Ufersaum des Noller Baches gemeinsam zum Spaten.

Foto: Petra Ropers
Autor:
rop


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