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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Sperrmüll: Sechs Wochen Wartezeit
Zwischenüberschrift:
Abfallwirtschaftsbetrieb muss Stau abarbeiten – Drittes Fahrzeug ab September
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Terminstau bei der Müllabfuhr. Alle Osnabrücker, die in den nächsten Wochen Sperrmüll entsorgen müssen, sollten sich frühzeitig um einen Termin bemühen. Bis zu sechs Wochen kann es dauern, bis der Müll abgeholt wird. Diese leidvolle Erfahrung muss gerade ein Osnabrücker Rentner machen.
Franz Jansing aus der Brinkstraße in Osnabrück will am 12. September umziehen. Eigentlich eine willkommene Gelegenheit, um alte Sachen auszumisten. Daher rief er schon früh beim Abfallwirtschaftsbetrieb an, um sich einen Termin für die Sperrmüllabfuhr zu sichern. Bislang dauerte so etwas nur ein bis zwei Wochen. Doch jetzt bekam er den 2. Oktober in Aussicht gestellt. Falls es ihm dann nicht passe, könne er die Sachen ja selbst zum Piesberg bringen oder von einem privaten Unternehmen abholen lassen. Doch wer den Müll selbst wegbringt oder von einem privaten Unternehmen abholen lässt, muss dafür bezahlen.
Auf der Internetseite der Stadt heißt es zu dem Thema: " Der Abfallwirtschaftsbetrieb hält nur ein bestimmtes Kontingent an Sperrmüllabfahrten für jeden Abfuhrtag vor. Ist dieses Kontingent ausgeschöpft, wird der nächste freie Termin genannt." Zusätzlich habe jeder Gebührenzahler die Möglichkeit, seinen Sperrmüll zum Abfallwirtschaftszentrum Piesberg zu bringen gegen eine Gebühr.
Jansing hat in seiner Nachbarschaft beobachtet, dass einige Osnabrücker dazu offenbar nicht bereit sind. " Viele Leute haben bei ihren Umzügen ihren Sperrmüll einfach an die Straße gestellt." Das verstößt jedoch gegen die städtische Satzung. Wer dabei erwischt wird, muss ein Bußgeld zahlen.
Anita Maskos vom Abfallwirtschaftsbetrieb erklärt die Engpässe bei der Sperrmüllentsorgung damit, dass es in diesem Sommer im Gegensatz zu den vergangenen Jahren keine Entlastung durch weniger Ladebestellungen gegeben habe. Da jedoch im Sommer viele Mitarbeiter Urlaub hätten, sei es zu einem Terminstau gekommen.
Der Abfallwirtschaftsbetrieb arbeite an einer Lösung des Problems, ab Anfang September solle ein drittes Fahrzeug eingesetzt werden. Zudem seien Umstrukturierungen geplant, diese müssten jedoch noch mit der Politik abgestimmt werden. Befürchtungen aus der Belegschaft, es könne im Zuge dieser Umstrukturierungen zu einem Stellenabbau kommen, bestätigt Maskos nicht. Auch die Befürchtung, die Sperrmüllentsorgung könnte im nächsten Jahr kostenpflichtig sein, weist sie als Spekulation zurück. In der Vergangenheit hatte der Rat solchen Überlegungen stets einen Riegel vorgeschoben.

Bildtext: Im Keller von Franz Jansing stapelt sich der Sperrmüll. Aber einen Termin bekommt er erst am 2. Oktober.

Foto: Jörn Martens
Autor:
asbe


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