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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Gesamtschul-Streit zwischen "Ideologie" und "Possenspiel"
Zwischenüberschrift:
Dritte Elternbefragung löst geteiltes Echo aus
Artikel:
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Originaltext:
Die Entscheidung der Stadtverwaltung, eine dritte Elternbefragung zur Gesamtschule zu starten, stößt in der Politik wie erwartet auf ein geteiltes Echo: CDU und FDP lehnen eine Integrierte Gesamtschule (IGS) in Eversburg ab und sprechen von einem " Possenspiel". SPD und Grüne rufen die zu befragenden 5500 Elternpaare auf, die Chance zur Mitwirkung zu nutzen.
SPD: Breites Bündnis
Die SPD-Ratsfraktion will die neue Umfrage aktiv unterstützen. " Wenn alle Befürworter einer IGS ab sofort an einem einzigen Strang ziehen, dürften wir mit allen davon betroffenen Eltern, Schülern und Lehrern zuversichtlich sein, mit der neuen Schule schon zum Schuljahr 2010/ 2011 an den Start zu gehen. Jetzt ein breites Bündnis schaffen", heißt es in einer Stellungnahme von Fraktionschef Ulrich Hus, Marion Fiolka-Dörpmund und Paul Meimberg.
Hus widerspricht dem Argument, es gebe zu wenig Zustimmung für eine IGS-Gründung: " Zum einen belegen die Zahlen gleich zweier Umfragen ebenso wie die Ablehnungszahlen an der Gesamtschule Schinkel einen eindeutigen Bedarf, in den die Nachfrage aus den Umlandgemeinden nicht einmal eingerechnet ist", so Hus. Zum anderen bewiesen die Stellungnahmen nahezu aller Fachleute, dass die CDU-FDP-Landesregierung die IGS allein aus ideologischen Gründen ablehne. Hus: " Integration und bestmögliche Durchlässigkeit sind Markenzeichen einer IGS und bleiben offenbar das Gegenteil konservativer Schulpolitik." Marion Fiolka-Dörpmund hält eine erneute Befragung auch inhaltlich für begründet. Denn erstmals stimmten die Eltern der jetzigen Erstklässler mit ab, die ein Viertel der Befragten bilden.
Grüne: Unverzichtbar
Die Grünen halten eine Integrierte Gesamtschule " aus bildungs- und standortpolitischen Gründen" für unverzichtbar. " Wir unterstützen die Verwaltung in ihrem Bemühen, den Beschlüssen des Rates zur Einrichtung einer IGS Eversburg entgegen der politisch begründeten Absage des Landes zur Geltung zu verschaffen", erklärten der Fraktionsvorsitzende Michael Hagedorn und die schulpolitische Sprecherin, Birgit Strangmann. Der Beschluss des Rates vom Mai dieses Jahres, am Schulzentrum Eversburg eine IGS einzurichten, habe nach wie vor Bestand. Die Grünen erwarteten von der Verwaltung, dass sie bei der Elternbefragung – " im Gegensatz zum letzten Mal" alles für die Information und Aufklärung unternehme, " damit dem Land diesmal keine Möglichkeit bleibt, diese bildungspolitisch notwendige Einrichtung aus politischen Gründen zu verhindern". CDU: Modell Schinkel
Die CDU fordert die Umsetzung des " Modells Schinkel" auch in Eversburg. Der Elternwille in Osnabrück sei klar, heißt es in einer Erklärung der CDU: Eine IGS in Eversburg habe keine Zustimmung gefunden. Die Ablehnungszahlen an der Gesamtschule Schinkel dagegen zeigen deutlich, dass das Interesse der Eltern an der dort etablierten Form einer kooperativen Gesamtschule (KGS) sehr hoch sei. " Wir fordern daher den OB auf, den Weg frei zu machen im Sinne der Eltern und Schüler und die Umsetzung einer KGS in Eversburg zu unterstützen", so Irene Thiel und Brigitte Neumann in der gemeinsamen Erklärung. " Man kann nicht so lange fragen, bis einem die Antwort passt. Die Willensbekundungen sind da, und die sollte der OB auch ernst nehmen."
Die Junge Union mahnt die Verwaltung, bei der Elternbefragung strikte Neutralität zu wahren. Die von Oberbürgermeister Boris Pistorius angekündigten Informationsveranstaltungen dürften die " objektive Willensbildung der Eltern" nicht beeinflussen.
FDP: Possenspiel
" Geht das Possenspiel weiter?", fragt die FDP. Die Liberalen fordern wie die CDU eine kooperative Gesamtschule, angelehnt an das Modell des Schulzentrums Schinkel und mit der Evangelischen Kirche als Schulträger. OB Pistorius sei es zusammen mit Rot-Rot-Grün " nicht zu dumm, eine weitere Elternbefragung durchzuführen". Eltern, Lehrer und Schüler würden am Gängelband geführt und benutzt, um eine ideologisch motivierte Entscheidung zugunsten einer IGS zu erwirken. Thiele: " Hätte der OB das Interesse der evangelischen Kirche zur Übernahme des Schulzentrums Eversburg nicht mit Füßen getreten, gäbe es bereits eine zweite Gesamtschule in Osnabrück."


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