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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Alarm in der Biotonne: "Besser trennen!"
Zwischenüberschrift:
Stadt und Landkreis wollen bald gegen Müllsünder vorgehen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Stadt und Landkreis Osnabrück gehen gegen unzureichende Mülltrennung vor. Unter dem Motto " So geht′s nicht weiter" soll auf Störstoffe in der Biotonne hingewiesen werden.
Der Anteil von Störstoffen im Bioabfall sei seit 1996 von 1, 15 Prozent auf 4, 97 Prozent im Jahr 2008 gestiegen. Batterien, Plastiksäcke, Metalle aller Art, Nylonstrumpfhosen oder Glas die Liste der Störstoffe könnte Andre Schoebe, Betriebsleiter des Kompostwerks im Schweger Moor, noch lange fortsetzen. Er zieht eine Stereoanlage aus einem Container. Wie die in den Biomüll kommt er weiß es auch nicht. " Wir fischen hier so ziemlich alles raus, etwa vier bis fünf Tonnen am Tag, vieles davon per Hand."
Das meiste sortierten bereits vorher die Maschinen aus, aber nicht alles könne von ihnen erfasst werden. Kleine Glasscherben machen den Betreibern zu schaffen, aber auch Batterien und – " wir wussten lange gar nicht, was das sein könnte" dieÜberreste der Kaffeepads, die in den vergangenen Jahren immer beliebter würden und auch Kunststoff enthielten. " Die Leute wissen oft nicht, dass sie falsch trennen", meint dazu Kompostwerk-Geschäftsführer Arne Tiedemann. Doch das ändere nichts an dem Problem.
Daher wollen Stadt und Landkreis nun in einer gemeinsamen Aktion diesen Missstand beheben. Wenn es so weitergehe, werde es teuer, auch für die Bürger. Denn die zahlten letztlich für die zusätzlich anfallenden Kosten. Marietta Klekamp-Lübbe, Werkleiterin des Abfallwirtschaftsbetriebes Osnabrück, schätzt die Kosten insgesamt auf mindestens 600 000 Euro im Jahr. " Und da sind die Kosten für die zusätzlichen Fahrten, Reinigungen und so weiter noch nicht mit drin." Beim Kompostwerk würden im Jahr etwa 34 900 Tonnen Müll angeliefert, 25 600 Tonnen Bioabfall aus dem Kreis und rund 9300 Tonnen aus der Stadt, das heiße: 2008 seien alleine gut 1734 Tonnen Störstoffe im Biomüll gelandet.
Jeder Haushalt erhält in den nächsten Wochen Post. Darin soll auf die Folgen fehlerhafter Mülltrennung hingewiesen werden. Zudem will die Stadt den " Mülli", eine kleine braune Tonne für den Haushalt, samt einlegbaren Papiertüten für sechs Euro anbieten. Er erleichtert die Trennung zusätzlich. Anita Maskos von den Abfallwirtschaftsbetrieben der Stadt und Thomas Riepenhoff von der Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück GmbH machen deutlich: " Wenn unsere Aktionen keine Wirkung zeigen, dann kommen wir um andere Maßnahmen nicht herum." Das bedeute, dass falsch befüllte Biotonnen ungeleert blieben oder gar eine Strafe gezahlt werden müsse. Denn wer Müll absichtlich in eine falsche Tonne werfe, begehe eine Ordnungswidrigkeit.

Bildtext: Eine Gartenschaufel gerät auch mal unabsichtlich in den Biomüll. Eine Spraydose eher nicht.

Foto: Hermann Pentermann



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