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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das Rad ist schneller als das Auto
Zwischenüberschrift:
Testfahrt von Hellern bis zur AOK-Zentrale – Acht Minuten eher am Ziel
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Schlussspurt für die Aktion " Mit dem Rad zur Arbeit". Die gemeinsame Mobilitätskampagne von AOK und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club dauert noch zwei Wochen. Bei der Initiative gehen Beschäftigte Osnabrücker Betriebe jeweils in Dreierteams an den Start, um zwischen Juni und Ende August an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zum Arbeitsplatz zu fahren.
Auf der Zielgeraden der Aktion machen AOK-Regionaldirektor Klaus Hachmeister und sein Kollege Roland Henkel den Test für Fahrrad- und Autofahrer: Wer von ihnen ist eher im Büro? Treffpunkt ist der Ortsteil Hellern, morgens um 7.30 Uhr: Roland Henkel sitzt angegurtet im Auto, Klaus Hachmeister prüft den Sitz des Fahrradhelmes. Dann schwenkt seine Ehefrau Elke die improvisierte Startflagge, und los geht es. " Wir nehmen die Abkürzung am Sportplatz vorbei", ruft Hachmeister noch und tritt kräftig in die Pedale. Entlang an Einfamilienhäusern, überquert er bereits nach drei Minuten die Autobahnbrücke und biegt nach rechts ab, Richtung Gehöft Große Nordhaus. Seit vier Jahren fahre er jeden Tag mit dem Rad ins Büro, gleich bei welcher Witterung. Mal führt ihn die Route über die Straße, gerne radelt er durch den Hörner Bruch Richtung Schreibtisch.
Roland Henkel hat gerade die A30 unterquert und kommt nur stockend voran. " Das ist der Engpass zwischen Supermarkt und Blumenhaller Weg", weiß er aus allmorgendlicher Erfahrung. Erst danach geht es auf dem zweispurigen Damm etwas zügiger vorwärts. " Aber nur, bis man wieder 50 fahren darf und die Blitzer im Auge behalten muss."
Der grüngelben Sonne fährt derweil Klaus Hachmeister entgegen. Kleine Waldstücke, schmale Wege und entlang am Spalier stehenden Maisfeld führt heute die Strecke. " An schönen Morgen ist es wie Urlaub", meint er. Für die nasskalten Tage zieht er eine Regenjacke an die reiche ihm. Neben dem Umweltaspekt nutzt er das Rad aus Gesundheitsgründen: " Ich bleibe beweglich und bin für Erkältungsinfekte nicht mehr so anfällig."
Autofahrer Henkel passiert gerade den Knotenpunkt Heinrich-Lübke-Platz. " Jetzt gilt es, im richtigen Moment beim Spurwechsel-Hopping präsent zu sein, sonst steht man hinter Links- und Rechtsabbiegern oder Bussen", meint der Routinier. Doch der Slalom gelinge nur, wenn der Verkehr es auch zulasse. Hachmeister verlässt die Rehmstraße, überquert den Wall und fährt zügig durch den Schlosspark.
Keine zwei Minuten später passiert er die Johanniskirche, das Marienhospital, und nach sechs Kilometern und rund 20 Minuten fährt er in die Tiefgarage. " Im Umkleideraum ziehe ich dann erst meinen Anzug an." Er hält Ausschau nach seinem Kollegen, doch der kommt erst knappe acht Minuten später vorgefahren. " Wir sollten nach dieser Aktion mal zusammen mit dem Rad fahren", sagt Hachmeister einladend.

Bildtext: Wettfahrt ins Büro: AOK-Direktor Klaus Hachmeister (auf dem Rad) und sein Kollege Roland Henkel (im Auto) starten in Hellern. Das Startsignal gibt Elke Hachmeister.

Foto: Egmont Seiler

Autor:
steb


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