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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eine der ältesten Kirchen der Stadt
Zwischenüberschrift:
Die Klosterkirche Gertrudenberg hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Klosterkirche Gertrudenberg ist eine der ältesten Kirchen der Stadt. Heute gehört sie zum Gelände des Ameos-Klinikums.
rei Osnabrück. Der Ort, an dem die Gertrudenkirche steht, ist sagenumwoben. Lange vor der Gründung des Benediktinerinnenklosters befand sich dort möglicherweise eine heidnische Kultstätte. Sicher ist: Bevor das Kloster gegründet wurde, gab es auf dem Gertrudenberg eine Michaels-Kapelle. Solche Gotteshäuser wurden häufig an ehemaligen germanischen Kultstätten errichtet.
Im 11. Jahrhundert baute der Osnabrücker Bischof Benno II. die Kapelle zu einem Kloster um. Doch die Kanonissen aus dem Stift Herzebrock, die er dorthin holen wollten, weigerten sich, dort hinzuziehen. 1142 wurde das Benediktinerinnenkloster schließlich unter Bischof Udo von Steinfurt gegründet.
Die Klosterkirche erhielt ihre heutige Gestalt um 1230/ 35. Auf unserem Luftbild ist die Kirche von Osten aus zu sehen. Zu erkennen sind das Langhaus und der südliche, einjochige Querarm. In der Kirche befindet sich ein 1979 restaurierter Hochaltar, der einzig gut erhaltene in Osnabrück. Aus der Luft betrachtet ist auch das romanische Portal im Querarm zu erkennen. Die gotischen Maßwerkfenster stammen dagegen aus späteren Zeiten. Bis in den Zweiten Weltkrieg hinein hatte die Kirche außerdem ein barockes Dach, das nach seiner Zerstörung durch ein Satteldach ersetzt wurde.
Links an die Kirche schließt das 1765 errichtete Äbtissinnenhaus an. Mit der Restaurierung 1977/ 78 wurde auch die Gartenanlage passend zur Architektur des Gebäudes neu gestaltet. Heute ist im Äbtissinnenhaus ein Café untergebracht.
In den Gebäuden rechts der Kirche sind heute Werkstätten des Ameos-Klinikums untergebracht. Ursprünglich stand an dieser Stelle das Geviert des Klosters, von dem nur noch der zweigeschossige Westturm hinter der Kirche geblieben ist. Der Hof vor dem heutigen Nordgebäude wurde mit historischen Steinen gepflastert. Der Schäferbrunnen darauf ist wegen der dicht belaubten Bäume nicht zu sehen.
Zu einem Krankenhausgelände gehört die Gertrudenkirche inzwischen seit mehr als 200 Jahren. Als das Kloster 1803 säkularisiert wurde, diente es den Franzosen als Lazarett. Später diente es als Heil- und Pflegeanstalt.
In der heute zum Ameos-Klinikum gehörenden Gertrudenkirche werden katholische und evangelische Gottesdienste gefeiert. An Pfingsten findet dort immer ein ökumenischer Gottesdienst statt.
Auch dieses Motiv aus unserer Serie " Osnabrück aus der Luft betrachtet" ist in den Geschäftsstellen der " Neuen Osnabrücker Zeitung" in der Großen Straße und am Breiten Gang erhältlich. Eine Aufnahme in der Größe 20 x 30 cm kostet 14 Euro, ein Abzug im Format 40 x 60 cm 26, 50 Euro.

Bildtext: Viele Legenden spinnen sich um die Klosterkirche Gertrudenberg. Befand sich hier einst eine heidnische Kultstätte?

Foto: Gert Westdörp

Autor:
rei


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