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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Ein Thema für 1000 Jahre"
Zwischenüberschrift:
Landkreis startet Klimaschutzinitiative mit prominenten Unterstützern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Franz Alt stellte den Bezug zu aktuellen Diskussionen her: " Die Finanzkrise ist ein Thema für die nächsten zwei Jahre. Die Klimakrise ist ein Thema für 1000 Jahre." Der Ansatz des langjährigen Fernsehjournalisten ist auch im Landkreis Osnabrück angekommen. Zum Auftakt der Klimaschutzinitiative hatte der Kreis ins Museum am Schölerberg eingeladen.
Die Weltklimakonferenz in Dänemark werfe ihre Schatten voraus. " Kopenhagen beginnt in Kettenkamp", sagte Moderator Klaus Jongebloed, Redakteur der Neuen OZ. Genau diese Zweiteilung umfassende Fragestellungen und Aktivitäten direkt vor Ort prägte die Veranstaltung. Neben Alt mit seinem Beitrag " Neueste Erkenntnisse zum Klimawandel Handeln ist notwendig!" nahmen Harry Lehmann vom Umweltbundesamt Dessau (" Nachhaltiger Klimaschutz und Perspektiven"), Peter Moser vom Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologie (" 100 Prozent erneuerbare Energieregionen") und Aloys Graw vom Planungsbüro Graw (" Integriertes Klimaschutzkonzept für den Landkreis Osnabrück") teil. In der anschließenden Podiumsdiskussion vervollständigte Kreisrat Winfried Wilkens die Runde.
Den Handlungsbedarf stellte Lehmann mit Blick auf die Erderwärmung fest: " Wir müssen 2050 voll erneuerbar sein, Punkt", sagte der Physiker. Für Deutschland sei bis 2020 eine Treibhausgasminderung um 40 Prozent festgelegt worden. Hierfür seien acht Maßnahmen entwickelt worden, von denen viele regional umsetzbar seien, etwa bei der Stromeinsparung oder dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. Dafür müssten sich Kommunen ein Leitbild geben, ein Energiekonzept entwerfen, politische Beschlüsse fassen und ein Akteurnetzwerk aufbauen.
Aber wo stehen Stadt und Landkreis überhaupt? Das Kompetenzzentrum hatte untersucht, welche Städte und Landkreise auf dem Weg zu " 100-Prozent-Regionen" sind. Mosers Urteil über Stadt und Landkreis Osnabrück: Sie könnten als " Starterregion" eingestuft werden. Der Naturwissenschaftler führte aus, dass im Landkreis der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung bei 19 Prozent liege. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt betrage 15, der Landesdurchschnitt 26 Prozent. Beteiligt am regionalen Klimaschutzkonzept ist auch das Planungsbüro Graw. Der Inhaber teilte mit, dass für September ein Workshop vorgesehen sei. Im März des kommenden Jahres gebe es dann einen Projektzwischenbericht. Wie Landrat Manfred Hugo in seiner Begrüßung sagte, stünden 300 000 Euro zur Verfügung, von denen 60 000 Euro Eigenmittel seien.
Besonders eindringlich warb Alt für eine neue Energiepolitik vor Ort und lehnte den " internationalen Konferenzzirkus" ab. " Die Lösung des Energieproblems steht am Himmel", verwies er auf die unerschöpfliche Kraft der Sonne. Alt stellte weltweit durchgeführte Projekte vor: Fotovoltaikanlagen, Solarplushäuser, Windparks, Biogasanlagen, Hybrid- und Elektroautos: " Öl, Erdgas und Uran sind Auslaufmodelle." Auch den Bogen zur Bundestagswahl schlug der Referent: Klimaschutz, zugleich Chance für die Region wie auch Exportschlager, müsse Wahlkampfthema sein nicht der Dienstwagen.

Bildtext: " Klima-Botschafter": (von links) Aloys Graw, WinfriedWilkens, Franz Alt, Harry Lehmann, Peter Moser, Manfred Hugo und Klaus Jongebloed.

Foto: Jörn Martens

Autor:
hmd


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