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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Patientenstau in der Notaufnahme
Zwischenüberschrift:
Klinikum investiert vier Millionen Euro
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
30 000 Patienten nimmt das Klinikum am Finkenhügel mittlerweile pro Jahr auf. Diese gestiegene Zahl verlangt nach neuen Abläufen: Noch in diesem Jahr wird für vier Millionen Euro eine neue Notaufnahme gebaut, kündigte Klinikum-Geschäftsführer Hansjörg Hermes gestern an.
Der Baubeginn ist für den September vorgesehen, im Frühjahr 2010 soll bereits die Einweihung der neuen Notaufnahme an der Stelle der jetzigen Rettungswagen-Zufahrt stattfinden. Die Notaufnahme wird von derzeit 800 auf dann 1600 Quadratmeter wachsen.
Von außen wird alles lediglich aussehen wie ein Anbau, doch tatsächlich verbirgt sich weit mehr hinter dem Vier-Millionen-Euro-Bauvorhaben namens Notaufnahmezentrum (NAZ) am Finkenhügel: " Mit der neuen Notaufnahme werden wir unsere gesamten Abläufe auf ein sehr hohes Niveau bringen", sagte Hermes gestern.
Anlass für den Um- und Neubau der Notaufnahme ist nicht allein die wachsende Patientenzahl. Denn darunter sind vermehrt auch Berufstätige, die ihre Beschwerden aus Zeitmangel nicht in der Woche ihrem Hausarzt vorstellen, sondern am Wochenende eine Notaufnahme aufsuchen: " Der Betrieb in einer Notaufnahme ist kaum mehr planbar. Die Patienten können nicht in der Reihenfolge behandelt werden, in der sie bei uns eintreffen. Die Schwere der Erkrankung ist entscheidend", erklärte der Leitende Arzt der Notaufnahme, Dr. Mathias Denter.
Deshalb werden die Patienten zukünftig in fünf Schweregrade der Erkrankung eingeteilt. Ein großer Bildschirm im Warteraum zeigt an, wenn per Rettungswagen Notfälle eingeliefert werden. Den Mitarbeitern des Notaufnahmezentrums steht ein weiterer großer Bildschirm zur Verfügung, auf dem ein Belegungsplan mit allen Behandlungsräumen zu sehen ist. Auf einen Blick können die Mitarbeiter erkennen, welche Räume gerade belegt sind und wie lange die Untersuchung andauert. " So ist bei Mitarbeitern wie Patienten für Transparenz gesorgt", so Denter weiter.
Für die Erstversorgung der Patienten gibt es dann neun Notfallkabinen und zwei Schockräume, in denen auch schwerstverletzte Unfallopfer versorgt werden können. Daneben liegen Röntgen- und Gipsräume sowie weitere Diagnoseeinrichtungen.
Ein absolutes Novum ist zudem die eigene Bettenstation mit zehn Betten und neun komfortablen Liegen, die zum neuen Notaufnahmezentrum gehören wird. Hier soll die Erstdiagnose stattfinden und über das weitere Vorgehen entschieden werden: Maximal zwölf Stunden werden die Patienten hier verbringen, um untersucht und beobachtet zu werden. Dabei entscheiden die von allen Stationen entsandten Fachärzte über den weiteren Behandlungspfad des Patienten. So werden Doppeluntersuchungen vermieden.
Ein ärztlicher Belegungsmanager organisiert im Anschluss die Verlegung auf die Stationen und leitet die weitere Behandlung ein. Die Verlegung findet zweimal täglich zu festen Uhrzeiten statt, sodass Ärzte und Pflegekräfte auf den Stationen rechtzeitig Vorbereitungen treffen können. Notfälle sind hiervon natürlich ausgenommen.
Patienten und Mitarbeiter sollen von diesen " strafferen Abläufen spürbar profitieren", kündigte Hermes an.

Bildtext: Verdoppeln wird das Klinikum die Kapazitäten in der neuen Notaufnahme. Baubeginn ist im September.

Foto: Michael Hehmann

Autor:
fhv


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