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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Voodoo, Affenhitze und Feuer
Zwischenüberschrift:
Gestern Abend: Dschungelnächte im Zoo
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Gebannt verfolgte Marcio die Bewegungen der Tänzerinnen am Affenfelsen. Ihre Körper waren spärlich mit Fellen bedeckt und zuckten wild zu den Rhythmen der Voodoo-Trommeln. Das weibliche Trio hatte den Vierjährigen verzaubert. Gedankenverloren starrte er sie an, knabberte an einem Keks und vergaß die Welt um sich herum auch, dass es gestern bei der Dschungelnacht im Zoo noch viele andere sehenswerte Darbietungen gab.
Auf drei Bühnen an der Samburu-Lodge, auf dem Löwenforum und am Affenfelsen gab es Musik und Tanz aus vier Kontinenten. Dazu wurden zahlreiche Aktionen in den Tiergehegen angeboten. Doch nicht alles war so, wie es schien.
Der Feuer spuckende Fakir namens Aladin stammte keineswegs aus dem Orient, sondern von der Waterkant, wie unschwer an seinem hanseatischen Akzent zu hören war. Er begeisterte sein Publikum, indem er sich einen Nagel in die Nase hämmerte oder Glühbirnen aß. Er rückte den Zuschauern auf die Pelle, spie Feuer und sorgte damit für heiße Momente.
" Eine Polarnacht im Sommer wäre nicht schlecht", überlegte Andreas Weigel, der mit seiner Familie extra aus Oldenburg zur Dschungelnacht angereist war. " Im Zoo ist es schöner als im Freibad", meinte Weigels Tochter Svenja. Der Osnabrücker Zoo gefällt den Oldenburgern, die in ihrer Stadt leider keinen Tierpark besuchen können. Drei- bis viermal kommen sie pro Jahr nach Osnabrück, um den Zoo zu besuchen. " Da kann auch Hannover nicht mithalten", sagte Andreas Weigel.
Das abwechslungsreiche Programm zog nicht nur die Weigels an. Im Laufe des Abends pilgerten immer mehr Menschen zum Schölerberg. Sie erfreuten sich an Kampfkunsttanz aus Brasilien, orientalischer Musik und Bauchtanz, afrikanischer Trommelmusik und und chinesischem Löwentanz von dem Osnabrücker Kampfkunstverein Bailung.
Damit sich der bunte Löwe in Bewegung setzen konnte, stülpten sich Luisa Korte und Silke Kärcher das Kostüm über. Luisa Korte, der Kopf des Löwen, meinte, im Kostüm herrsche gefühlte Dschungeltemperatur. Silke Kärcher, die das Hinterteil bildete, hatte es noch schwerer, da sie fast die ganze Zeit gebückt stehen musste. Obwohl ihre Darbietung schweißtreibend war, kamen ihre eleganten Bewegungen beim Publikum an. Auch die jugendlichen Löwen aus dem benachbarten Gehege reckten ihre Hälse.
Das Programm wird heute ab 19 Uhr fortgesetzt: Musik und Bauchtanz auf der Samburu-Lodge, Feuerzauber, Tanz und Akrobatik, um 23.50 Uhr Fackelumzug, um 24 Uhr Abschlussfeuerwerk. Tagsüber: afrikanischer Markt und Tierführungen.

Bildtext: Traumverloren: Dem vierjährigen Marcio hatten es gestern Abend bei den Dschungelnächten im Zoo ganz besonders die Tänzerinnen der Gruppe Mbilo Ya Africa angetan.

Heiße Momente produzierte der Fakir und Feuerschlucker namens Aladin.

Fotos: Klaus Lindemann

Autor:
tw


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