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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Feinstaub: Neue Grenzwerte für Öfen
Zwischenüberschrift:
Verordnung macht Filter erforderlich
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wer mit Holz heizt, muss sich auf neue Grenzwerte für Öfen einstellen. Darauf weist das Presseamt der Stadt Osnabrück hin.
Die Nutzung von Kamin- und Kachelöfen wird auch in Osnabrück immer populärer. Allein in Osnabrück werden circa 17 000 Häuser das ist fast jedes Einzel- beziehungsweise Doppelhaus zusätzlich oder vollständig mit Holz beheizt.
Holz ist als Brennstoff vergleichsweise günstig und verbrennt im Gegensatz zu Gas und Heizöl klimaneutral, da bei der Verbrennung nur so viel Kohlendioxid abgegeben wird, wie zuvor beim Wachstum der Pflanzen aufgenommen wurde.
Aber das Heizen mit Holz hat vor allem bei schlechten Brennstellen und falschem Beschicken auch seine Schattenseiten. Dann können dem Schornstein in erheblichem Maße luftverschmutzende Abgase entweichen, die in letzter Zeit hauptsächlich durch den Straßenverkehr von sich reden gemacht haben: Feinstäube.
Das Umweltbundesamt schätzt, dass der Anteil des durch Feststofffeuerungen in die Umwelt gelangenden Feinstaubes genauso so hoch ist wie der verkehrsbedingte Anteil. Auch in Osnabrück trägt dieser Anteil zumindest in den Wintermonaten zu den Grenzwertüberschreitungen beim Feinstaub bei.
Deshalb hat die Bundesregierung die seit über 20 Jahren geltende Bundesimmissionsschutzverordnung erneuert. Erstmals werden in der Verordnung die Emissionen aus Kamin- und Kachelöfen limitiert. Es wird zwischen Altanlagen (Anlagen, die vor Inkrafttreten der Novelle errichtet wurden) und Neuanlagen unterschieden. Für Altanlagen (ab 4 kW) muss abhängig von der Inbetriebnahme bis zum 31. 12. 2014, spätestens bis 2024 der Nachweis erbracht werden, dass die Grenzwerte (Staub: 150 mg/ m3, Kohlenmonoxid 4 g/ m3) eingehalten werden.
Bei Nichteinhaltung müssen derartige Öfen mit Filtern nachgerüstet oder außer Betrieb genommen werden. Ausgenommen hiervon sind offene Kamine, die nur fünfmal im Monat genutzt werden dürfen, Kachelöfen und historische Einzelraumfeuerungsanlagen.
Neue Einzelraumfeuerungsanlagen ab 4 kW Wärmeleistung müssen in der ersten Stufe die Grenzwerte für Feinstaub (75 mg/ m3 ) und Kohlenmonoxid (2 g/ m3 ) einhalten, die dann ab Kaufdatum 1. 1. 2015 noch einmal auf 40 mg/ m3 beziehungsweise 1, 25 g/ m3 verschärft werden. Der Kunde sollte daher beim Kauf eines Kaminofens schon jetzt darauf achten, dass diese die Zertifikate " DIN-Plus", " Österreichische Norm § 15", " Schweizer Qualitätssiegel", " Nordischer Schwan" oder den " Blauen Umweltengel des Umweltbundesamtes" führen. Alle diese Siegel erfüllen heute schon den Standard der ersten Stufe.
Erstmals wird in der Novelle auch eine Vorschrift für die Abgasableitung für Feststofffeuerungsanlagen festgeschrieben. Abhängig von der Dachneigung, dem Abstand zur nächsten Hausöffnung und der Firsthöhe werden bestimmte Austrittshöhen festgelegt. Diese Vorschrift schützt den Nachbarn vor schädlichen Abgasen.
Nach der Verordnung muss der Feuchtegrad des zu verheizenden Holzes unter 25 Prozent liegen. Für die Abnahme und Kontrolle der Einzelfeuerungsanlagen ist der Schornsteinfeger zuständig.
Die Verordnung betrifft in erster Linie die Neuanlagen. Die letzten der in Osnabrück bestehenden 17 000 Altanlagen müssen demnach erst am 31. 12. 2024 den geforderten Grenzwert einhalten. Somit werden noch 15 Jahre vergehen, bis die neue Verordnung in vollem Umfang zur Luftverbesserung beiträgt.
Die kostenlose Broschüre " Heizen mit Holz" kann beim städtischen Fachbereich Umwelt, Telefon 05 41/ 323-31 73, E-Mail: umwelt@ osnabrueck.de bestellt werden. Die vollständige Verordnung kann auch aus dem Internet unter www.osnabrueck.de/ kaminoefen » heruntergeladen werden.
Weitere Auskünfte erteilt die Schornsteinfegerinnung, Telefon 0 59 01/ 9 59 01 47, E-Mail: info@ schornsteinfeger-os-el.de

Bildtext: Der nächste Winter kommt bestimmt, und schärfere Feinstaubgrenzwerte sind ebenfalls auf dem Vormarsch.

Foto: dpa



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