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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Psychiatrie bekommt mehr Platz
Zwischenüberschrift:
Am Schölerberg geht es um die seelische Gesundheit junger Patienten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Alle reden vom neuen Christlichen Kinderhospital Osnabrück (CKO). Doch auch im alten Kinderhospital am Schölerberg geht es weiter. Hier bekommt die Kinder- und Jugendpsychiatrie mehr Platz und Möglichkeiten.
Die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist in der inzwischen 137 Jahre alten Einrichtung noch ein recht junger Zweig mit wachsender Bedeutung und mit wachsendem Bedarf an Raum. Vor fast genau 30 Jahren wurde die Abteilung mit 32 Betten eröffnet. Heute sind es 40 Plätze und elf in der Tagesklinik. Wenn die Kinder- und Jugendmedizin in knapp zwei Jahren zum neuen CKO wechselt, kann sich die Psychiatrie auf den gesamten Komplex ausdehnen.
Die Zahl der psychischen Erkrankungen steigt auch bei jungen Patienten. Schon jetzt ist die Institutsambulanz mit gut 3000 Patienten jährlich die größte in Niedersachsen. Dort ist auch rund um die Uhr und an allen sieben Tagen der Woche derärztlich-psychologische Notfalldienst angesiedelt.
Allein 150 Notaufnahmen verzeichnet das Kinderhospital jährlich. Die Zahl hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Wenn Kinder und Jugendliche in Krisen stationär aufgenommen werden, brauchen sieeinen besonderen Schutz, manchmal auch vor sich selber.
Sicherheit kombiniert mit Bewegungsfreiheit soll die Krisenstation bieten. Der Umbau hat bereits begonnen. Um das Haus soll ein gesicherter Außenbereich entstehen, damit die jungen Patienten auch an der frischen Luft spielen und sich bewegen können. Kinder finden ihren Platz im Untergeschoss, Jugendliche in der ersten Etage.
Darüber soll die dann erweiterte Tagesklinik einziehen. Dort werden tagsüber Kinder und Jugendliche mit psychiatrischen Störungen behandelt, nachts schlafen sie zu Hause.
Mit der Einrichtung eines Sozialpädiatrischen Zentrums soll nach Auskunft des neuen Chefarztes Dr. Gerd Patjens eine Versorgungslücke geschlossen werden. Das Zentrum dient der Behandlung chronisch kranker, mehrfach behinderter Minderjähriger. Hier werden medizinische, psychologische, pädagogische und soziale Dienste vernetzt.
Auch die Frühförderung der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück soll am Schölerberg angesiedelt werden. Sie richtet sich an Kinder bis sechs Jahren, die in ihrerkörperlichen, geistigen oder sprachlichen Entwicklung Unterstützung brauchen.
Schon auf dem Gelände befindet sich die Poliklinische Psychotherapie-Ambulanz für Kinder, Jugendliche und Familien. Träger ist die Universität Osnabrück mit ihrem Weiterbildungsstudiengang Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Das Behandlungsangebot richtet sich an Kinder und Jugendliche mit seelischen Problemen und Verhaltensschwierigkeiten. In die Behandlung werden auch die Eltern einbezogen.
Apropos Eltern: Umbau und Erweiterung der Kinder- und Jugendpsychiatrie werden auch zur Intensivierung der Elternarbeit genutzt. So können künftig mehr Eltern mit aufgenommen werden speziell zur Begleitung jüngerer Kinder. Durch Videoaufzeichnungen wird den Eltern erklärt, wie sich ihre Kinder in bestimmten Situationen verhalten. Zudem lernen Mutter und Vater, wie sie bei Schwierigkeiten reagieren können, wenn ihre Kinder wieder zu Hause sind.
Der Umbau kostet etwa 10 Millionen Euro, von denen das Land den Löwenanteil trägt. Der Träger, der Kinderhospitalverein, muss 1, 5 Millionen Euro aus eigener Tasche aufbringen. Weil für die Arbeiten die Psychologie nicht geschlossen werden kann, werden sie sich nach den derzeitigen Plänen bis zum Jahr 2015 hinziehen. Dann soll das Christliche Kinderhospital Osnabrück schon vier Jahre in Betrieb sein.

Bildtext: Vorfreude auf mehr Platz und erweiterte Angebote: Chefarzt Dr. Gerd Patjens und Verwaltungsdirektor Wilfried Siemering präsentieren die Baupläne.

Foto: Daniel Meier

Autor:
Ulrike Schmidt


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