User Online: 1 | Timeout: 14:57Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Im Stadthaus ist alles im grünen Bereich
Zwischenüberschrift:
Neue Pflicht: Energieausweis hängt aus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ausweispflicht für jedes große Gebäude: Seit dem 1. Juli gibt es in öffentlichen Bauten mit einer Fläche von mehr als 1000 Quadratmetern eine Übersicht über den Strom- und Heizenergieverbrauch. Der Energieausweis wird vor Ort ausgehängt und ist für jeden Bürger einsehbar.
" Wir haben etwa 100 Gebäude in Osnabrück damit ausgestattet", sagt Rudolf Günther. Der Fachdienstleiter Technische Betriebe beim Immobilienmanagement der Stadt Osnabrück steht im Foyer des Stadthauses. An der Wand vor ihm hängt eingerahmt der Energieausweis des Verwaltungsgebäudes.
Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) des Bundes ist der Ausweis eingeführt worden. Damit setzt Deutschland die EU-Richtlinie über die Gesamteffizienz von Gebäuden um. In öffentlichen Bauten zeigt der Ausweis seit dem 1. Juli den Energieverbrauch pro Quadratmeter und Jahr an.
" Sehen Sie die zwei bunten Querbalken hier? Die hat die Dena erfunden", erklärt Günther. Er spricht von der Deutschen Energieagentur. Sie hat für den Strom- und Heizenergieverbrauch je eine Skala entwickelt, die im beruhigenden Dunkelgrün beginnt und in grellem Knallrot endet.
Die Agentur hat dabei aus bundesweiten Stichproben Mittelwerte errechnet. Sie geben an, wo der durchschnittliche Energieverbrauch des betreffenden Hauses im Verhältnis zu vergleichbaren öffentlichen Gebäuden liegt. Der Energieausweis am Eingang zum Bürgeramt zeigt: Im Stadthaus ist alles im hellgrünen Bereich.
Das ist nicht überall in Osnabrück so. " Die Sporthalle der Albert-Schweizer-Schule braucht für ihren Betrieb beispielsweise extrem viel Energie", sagt Günther. Der Ausweis zeigt Rot: Deswegen wird die Halle demnächst saniert. Der Aushang des Energieausweises soll die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren und dazu beitragen, dass auch Behörden bewusster und effizienter mit ihren Energiekosten umgehen. Doch bisher habe kaum jemand den Ausweis im Foyer des Stadthauses wahrgenommen, erzählt Hausmeister Giovanni Schmidt.
Und auch für Rudolf Günther ist die Thematik nichts Neues. " Seit 1986 erstellen wir für die Stadt eine Energieverbrauchschronik für alle Gebäude. Zahlen aufschreiben, vergleichen, bewerten nichts anderes wird beim Energieausweis gemacht", sagt er.
Den Vergleich mit anderen Gebäuden nach den Mittelwerten des Verbrauchs sieht Günther kritisch: " Das Stadthaus hat einen hohen Anteil an ungeheizten Fluren kein Wunder, dass hier im Verhältnis zur Quadratmeteranzahl wenig Heizenergie benötigt wird", erklärt er. Deshalb müsse man die Ergebnisse des Energieausweises stets in einer Einzelanalyse noch einmal unter die Lupe nehmen.
Gleichwohl unterstützt Günther die Verbreitung des Ausweises. " Wir haben sogar mehr Gebäude ausgerüstet als vorgeschrieben", so der Fachdienstleiter. In diesem Moment läuft zufällig Michael Reinold hinter ihm vorbei. " Hast du den Energieausweis aufgehängt?", möchte Günther vom Hausmeister der Johannisschule wissen. Als dieser zögernd und entschuldigend mit den Kopf schüttelt, droht er ihm spielerisch mit dem Zeigefinger.
Derzeit zahlt die Stadt insgesamt 3, 6 Millionen Euro Heizkosten und 2, 5 Millionen Euro für den Stromverbrauch in öffentlichen Gebäuden im Jahr. " Den Verbrauch möchten wir um 10 Prozent senken", gibt Günther die Richtung vor. Dafür bekommt er ab Oktober Hilfe: Dann soll sich ein ihm zugeordneter neuer Mitarbeiter ausschließlich darum kümmern, durch geeignete Maßnahmen diese Größen zu reduzieren.

Bildtext: Zufrieden mit der Energiebilanz des Stadthauses sind Giovanni Schmidt (links) und Rudolf Günther.

Foto: Michael Hehmann
Autor:
bekr


Anfang der Liste Ende der Liste