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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das stößt den Parasiten sauer auf
Zwischenüberschrift:
Bienenzuchtberater zu Gast beim Imkerverein Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bienenzuchtberater Guido Eich vom Bieneninstitut in Celle referierte jetzt vor örtlichen Imkern über dieVarroamilbe . Im Garten des ersten Vorsitzenden des Imkervereins Osnabrück, Ernst Liening-Ewert, zeigte er 50 Imkerinnen und Imkern aus Osnabrück und Umgebung, wie sie bestehende Behandlungsmethoden mit Oxal-, Ameisen- und Milchsäure optimal einsetzen.
Die Varroamilbe ist die Sorge eines jeden Imkers: Seit sie Ende der Siebzigerjahre nach Europa gelangt ist, befällt sie auch hierzulande regelmäßig Bienenvölker. Mittlerweile gilt sie als gefährlichster Parasit der europäischen Honigbiene.
Sie lebt und wächst auf der Körperoberfläche der Brut und der erwachsenen Bienen und ernährt sich von ihrer Körperflüssigkeit. Die Bienenvölker werden folglich geschwächt und gehen oft zugrunde. Ziel eines jeden Imkers ist es deshalb, die zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden gegen die Varroamilbe optimal zu nutzen.
Der Einsatz der Mittel sollte vor allem in den Monaten nach der letzten Honigernte geschehen: Andernfalls könnte der süße Saft durch die chemischen Behandlungsmittel unerwünschterweise in Mitleidenschaft gezogen werden. Die teils ätzenden und reizenden Säuren sollen zwar die Milbe töten, nicht aber das Bienenvolk oder die Haut des Imkers beschädigen.
Um dieses Risiko möglichst gering zu halten, empfiehlt Guido Eich zum Beispiel, bei der Ameisensäure nur eine 65-prozentige und keine 85-prozentige Lösung einzusetzen, wie sie einige Imker bevorzugten. Außerdem sei es wichtig, die Lösung aus Ameisensäure gut gekühlt und mit speziellen Säurehandschuhen zu verwenden.
Langsame Wirkung
Während Oxalsäure meist auf die Bienen in den Wabengassen aufgeträufelt und Milchsäure mit einem Handzerstäuber aufgesprüht wird, wirkt Ameisensäure langsam über ein Küchenschwammtuch von oben auf die Waben ein.
Der Bienenexperte aus Celle zeigte dazu, wie man die Ameisensäure mit einer Magensondenspritze aus ihrem Handelsgefäß auf ein einfaches Küchenschwammtuch aufträgt, das anschließend zwischen 24 und 48 Stunden auf die Waben aufgelegt wird, damit die Säure langsam einwirken kann.Für einige Imker war dieses Anwendungsverfahren neu: " Bislang haben wir Ameisensäure häufig mit Langzeitverdunstern verwendet", berichtet Ernst Liening-Ewert. Doch wie sich nun herausgestellt habe, weise die Schwammmethode größere Behandlungserfolge auf.
Um bezüglich solcher neuen Erkenntnisse aus der Wissenschaft auf dem Laufenden zu bleiben, schätzen die Imker den Kontakt zum Bieneninstitut in Celle und insbesondere den jährlichen Besuch von Guido Eich: " Auch wenn wir erfahrene Imker sind, kann er uns immer noch neue Hinweise geben, wie wir unsere Bienen vor Schäden schützen können", sagt Ernst Liening-Ewert. Zudem profitierten auch die vielen Jungimker davon, die der Verein in den letzten Jahren hinzubekommen hat.

Bildtext: Wie Imker die Varroamilbe nachhaltig bekämpfen können, zeigte der Bienenexperte Guido Eich.

Foto: Stefanie Hiekmann


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