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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Reha für verletzte Schleiereule
Zwischenüberschrift:
Jungtier erfolgreich gepflegt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Happy End für eine Schleiereule: Das im Dezember mit gebrochenem Flügel aufgefundene Jungtier konnte jetzt ausgewildert werden. Ein voller Erfolg für die Kooperation zwischen der Samtgemeinde Artland, Hegering Badbergen-Quakenbrück und der Auffangstation in Osnabrück.
Dabei sah es zu Anfang gar nicht gut aus für die kleine Eule. Polizeioberkommissar Heinz Meyer fand den Greifvogel im Dezember in seinem Garten in Menslage. Er übergab das entkräftete und unterkühlte Tier dem Fachbereich Ordnung und Soziales der Samtgemeinde Artland. Mitarbeiter Klaus Overbeck setzte sich mit der Auffangstation von Tierschützer Wolfgang Herkt in Osnabrück in Verbindung und sorgte für den Transport. Hier erhielt die Schleiereule eine fachmännische medizinische Behandlung.
Die seit 1978 staatlich anerkannte Auffangstation für wild lebende Vögel beherbergt zahlreiche Arten. Äußerst erfolgreich wird hier auch die Aufzucht von Weißstörchen betrieben. In dieser Oase in Osnabrück durfte sich auch die Schleiereule dank Intensivpflege und Spezialfutter erholen. Dazu gehörte ein Rehabilitationsprogramm, damit sie das zielgenaue Fliegen lernen konnte. Das lief unter Kontrolle auf dem Dachboden. " Ein Wunderwerk", sagt Herkt, denn die Schleiereule habe nach ihrer schweren Verletzung hervorragend fliegen gelernt.
Als das Tier gesund und kräftig genug war, konnte Overbeck die Auswilderung vorbereiten. Herkt übergab ihm noch eine zweite Schleiereule, die mit dem Menslager Vogel in einer Voliere gelebt hatte. Weil beide Tiere gern zusammensaßen, sollten sie gemeinsam in die Freiheit entlassen werden.
Dafür wurde ein verfallenes Gebäude in Wehdel ausgesucht. Dort wurde der Karton mit den Eulen abgesetzt, damit die Tiere eigenständig ihr neues Territorium erkunden konnten. Jäger versorgten die Tiere in den ersten Tagen mit Nahrung, indem sie tote Küken an erhöhten Stellen auslegten. Außerdem führten sie regelmäßige Kontrollgänge durch, bis sie zufrieden feststellten, dass die beiden Eulen in der Natur bestens zurechtkamen.
Die Zusammenarbeit von Behörden, Jägern, Polizei und Tierschützern führte somit zu einem Paradebeispiel für erfolgreichen Tierschutz. Wer ein verletztes oder krankes Tier findet, sollte nicht selbst tätig werden, um Fehler zu vermeiden. Hilfe bietet die Samtgemeinde Artland, Klaus Overbeck, Telefon 0 54 31/ 18 21 42. Außerdem stellen die örtlichen Polizeidienststellen den Kontakt zu den Fachleuten her.

Bildtext: Jungtier und sein Kumpel aus der Voliere: Zwei Schleiereulen wilderte Tierschützer Wolfgang Herkt aus.

Foto: privat
Autor:
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