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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Streit ums Jordanwasser
Zwischenüberschrift:
Zu viele Verbraucher zapfen den Fluss an
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ist es zu rechtfertigen, Wasser in eine Wüste zu leiten, welches für Nachbarstaaten überlebenswichtig ist? Solange diese Frage nicht beantwortet wird, dauert auch der Konflikt um das Wasser des Jordans an. Dieser Konflikt besteht vor allem zwischen Israel auf der einen und den Palästinensergebieten, Jordanien, Libanon und Syrien auf der anderen Seite.
Der Jordan entspringt im Nahen Osten und durchfließt die Länder Libanon, Israel, Syrien und Jordanien und mündet ins Tote Meer.
Zu diesem Streit um die Nutzung des Wassers kam es unter anderem dadurch, dass Israel 1948 ein eigener Staat geworden ist und das von den Palästinensern nicht akzeptiert wurde. Mit der Staatsgründung, durch die verfolgte Juden in Sicherheit in einem eigenen Staat leben können sollten, stieg die Bevölkerung stark an. Dadurch wurde das Wasser knapp.
Die um ihre Idee von einem großarabischen Staat geprellten Palästinenser waren empört, dass der Konflikt noch im selben Jahr zum Krieg eskalierte. Aus diesem einjährigen arabisch-israelischen Krieg ging Israel als Sieger hervor und sicherte sich als Folge daraus etwa 20 Prozent mehr des palästinensischen Territoriums als von der UNO vorgesehen.
Die nun bessere Verbindung zum Jordan sichert seitdem Israel den Zugang zu Süßwasser, während die anderen Anrainer im Oberlauf hiervon abgeschnitten worden sind. So leiten sie kurz vor der Mündung des Jordans in den See Genezareth 90 Prozent des Wassers in die Wüste Negev. Mit diesem Wasser kann Israel zwar die Wüste landwirtschaftlich nutzen, es fehlt aber gleichzeitig den anderen Staaten in deren Landwirtschaft Trinkwasserversorgung.
Durch die Ableitung des Wassers sinkt der Spiegel des Toten Meeres, während sich gleichzeitig dessen Salzkonzentration erhöht. Dadurch werden auch die ökologischen Bedingungen für Flora und Fauna des Mündungs- und Ufergebietes des Toten Meeres negativ beeinflusst.
Der Konflikt um die Nutzungsrechte des Jordanwassers dauert bis heute an und wird durch die schnell wachsenden Bevölkerungen aller Anrainerstaaten ständig verschärft. Für diesen Konflikt ist momentan noch keine Lösung in Sicht. Die Welt hofft, dass sich daraus nicht wieder ein Krieg entwickeln könnte.

Bildtext:

Der Jordan wird angezapft: Dadurch sinkt der Spiegel des Toten Meeres, und seine Salzkonzentration steigt. Foto: dpa
Autor:
Laura Stark, Carlotta Mehliss, Leonie Hartweg


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