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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wenn der Körper die Notbremse zieht
Zwischenüberschrift:
Wie viel Wasser der Körper unter Extrembelastungen benötigt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Jeder weiß, dass viel Trinken wichtig ist, ganz besonders beim Sport. Faustregeln besagen, man sollte um die 1, 5 Liter Wasser am Tag trinken, doch gilt diese Einschätzung für jedermann gleich? Ohne Nahrung kann ein Mensch länger als eine Wocheüberleben, ohne Wasser stirbt er bereits nach wenigen Tagen. Aber wie wichtig ist das Trinken eigentlich in Belastungssituationen, wie zum Beispiel beim Marathonlauf? In ihrer Facharbeit hat sich die Schülerin Wiebke Vinke des Gymnasiums " In der Wüste" intensiv mit dem Thema Wasser Körper Sport auseinandergesetzt.
Trinken ist besonders bei Ausdauersportarten wie zum Beispiel dem Marathonlauf sehr wichtig, denn generell gilt es, Wasserabgaben und Wasseraufnahme im Gleichgewicht zu halten. So berichtet auch Tim Below, ein Schüler des Gymnasiums " In der Wüste", der selbst regelmäßig lange Strecken läuft und beim Schulsponsorenlauf rund 30 Kilometer zurückgelegt hat. Auch er ist schon einmal in eine Situation gekommen, in der er gemerkt hat, dass sein Wasserhaushalt, aufgrund von Wassermangel, aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Er erzählte von " Ziehen", als ob es bis zum Krampf in den Beinen nicht mehr weit wäre. Jedoch sei nach Ende des Trainings und ausreichender Zeit zur Wasseraufnahme nur noch eine leichte Erschöpfung zu spüren gewesen. Ziehen entsteht vor allem durch Elektrolytmangel im Muskel. Elektrolyte werden mit dem Schweiß abgegeben und können ihre für die Bewegung wichtigen Funktionen nicht mehr erfüllen.
In Belastungssituationen, wie beim Sport, kommt es zu einem höheren Flüssigkeitsverlust durch eine erhöhte Schweißrate. Dieser Flüssigkeitsverlust verursacht zwar die Aktivierung der Nierenfunktionen, was gleichzeitig ein Durstgefühl auslöst. Wird dieser Flüssigkeitsverlust jedoch nicht ausgeglichen, nimmt das Blutvolumen ab, was eine Abnahme des Blutdrucks zur Folge hat. Dadurch wird die Muskulatur weniger durchblutet, und Nährstoffe und Sauerstoff werden verlangsamt durch den Körper transportiert.
So sind auch Schwächeanfälle bei lang anhaltenden Wärmeperioden zu erklären. Bei hoher Außentemperatur steigt die Körpertemperatur, und es muss wesentlich mehr Wasser zur " Kühlung" des Körpers abgegeben werden. Da das Durstempfinden mit dem Alter abnimmt, vergessen vor allem ältere Menschen das Trinken und kollabieren im Extremfall.
Insbesondere bei längeren sportlichen Belastungen haben äußere Umstände großen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Sportlers.
" Bei heißem Wetter kann ich beim Training viel weniger laufen als bei normalem Wetter und brauche mehr Flüssigkeit", erzählt Tim. Beim Laufen entsteht viel Wärmeenergie im Körper, die Wärme muss durch das Schwitzen wieder abgegeben werden, damit es zu keiner Überhitzung kommt. So verliert ein Marathonläufer bis zu einem Liter Flüssigkeit pro Stunde. Aus diesem Grund soll während eines Marathons den Läufern immer genug Wasser zur Verfügung gestellt werden, das ihnen gereicht wird oder sie sich an Ständen nehmen können.
Auch Tim berichtet, dass er beim Laufen pro Stunde etwa einen halben Liter trinkt. Er bevorzugt Schorlen und Wasser mit Geschmack. Besonders in Schorlen sind ausreichend Elektrolyte und zusätzlich Zucker enthalten, so können die Speicher direkt wieder aufgefüllt werden.
Trinken ist sehr wichtig, da es die Körperfunktionen in Gang hält. Daher sollte man schon vor dem Durstgefühl Flüssigkeiten zu sich nehmen, um Risiken zu verhindern.

Bildtext:

Prost: Chris McCormack genehmigt sich nach dem Ironman-Triathlon einen Siegerschluck.

Foto: AP
Autor:
Anne Martin, Henrike Krause


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