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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Jeder Ballon ein Wunsch für Europa
Zwischenüberschrift:
Internationales Jugendcamp lebt die Gemeinschaft vor
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Von Weitem sieht es aus wie ein ganz gewöhnliches Jugendcamp: Jungen und Mädchen bewerfen sich mit Wasserbomben, flachsen herum, lachen, haben ihren Spaß. Andere liegen gemütlich vor ihren Zelten, genießen die Sonne und unterhalten sich. In der Mitte des Zeltplatzes bereitet eine Gruppe Sketche fürs Abendprogramm vor. Auch im großen Speisezelt sind junge Leute fleißig: Hier werden mehr als 70 Teller für das große Candle-Light-Dinner auf Tischen verteilt.
Wer seine Ohren spitzt und sich das Treiben auf dem Jugendzeltplatz Uphöfen aus der Nähe ansieht, merkt schnell, warum es kein gewöhnliches Jugendcamp ist: Die einen reden Deutsch, die anderen Englisch, Holländisch oder Französisch.
Seit vielen Jahren ist es eine Tradition der Partnerstädte Osnabrück, Derby, Haarlem und Angers, ihre Jugendlichen im Sommer bei einem internationalen Jugendcamp zusammenzubringen. Im vergangenen Jahr wurden die Zelte in Haarlem aufgeschlagen. Dieses Jahr war Osnabrück an der Reihe und öffnete die Tore des stadteigenen Jugendzeltplatzes bei Hilter.
Unter den 54 Teilnehmerinnen sind etliche Wiederholungstäter. " Viele fahren schon seit mehreren Jahren mit und wollen sich wiedersehen″, sagt Anna-Lena Walczak. Die 22-jährige Osnabrückerin ist als Betreuerin dabei. Sie studiert Soziale Arbeit und spricht außer Englisch und ihrer Muttersprache Deutsch auch Holländisch. " Das kann man hier ganz gut gebrauchen.″ Fünf bis sechs Betreuer sind pro Stadt für die Jugendlichen als Ansprechpartner vor Ort.
Das Programm aus Workshops, Ausflugsfahrten und Aktionen auf dem Zeltplatz gestalten sie mit den Jugendlichen zusammen. " Wir achten darauf, dass sie sich auch selbst einbringen können″, sagt Betreuerin Dina Portheine. So bereitet jede Stadt einen Länderabend vor: Dabei erzählen die Jugendlichen den anderen Teilnehmern, was in ihrer Heimat typischerweise auf den Tisch kommt und welche kulturellen Besonderheiten es gibt. Soweit möglich, geben sie auch eine Geschmacksprobe aus der Küche und organisieren ein Unterhaltungsprogramm über ihre Kultur.
Die Teilnehmer aus Haarlem stellten ihr Fest " Sinta Claas″ vor. Man feiert es in den Niederlanden am Nikolaustag. Der große Unterschied zur deutschen Kultur: An " Sinta Claas″ gibt es bereits alle Weihnachtsgeschenke und nicht erst an Heiligabend.
Max (16) kommt aus Haarlem und nimmt zum vierten Mal am Jugendcamp teil: " Man kann seine Sprachen aus der Schule gut ausprobieren.″ Im vergangenen Jahr habe ihn sogar sein Deutsch- und Englischlehrer gelobt, wie sehr er sich in den Ferien verbessert habe.
Gideon Heineke (16) aus Osnabrück macht zum dritten Mal mit: " Man sieht die ganzen Freunde wieder, und jedes Jahr kommen neue Leute dazu.″ Außerdem habe ihn das Camp jetzt motiviert, vielleicht mal Holländisch zu lernen. Schließlich haben ihm aufgeschnappte Wörter gezeigt: " Da sind doch ziemlich viele Wörter ähnlich wie im Deutschen.″
Der europäische Gemeinschaftsgedanke wird von den jungen Leuten gelebt. Bei einem Besuch in Osnabrück waren die Teilnehmer auch von Oberbürgermeister Boris Pistorius ins Rathaus eingeladen worden. Auf dem Markt ließen sie viele bunte Luftballons steigen und mit ihnen Wünsche für ein gemeinschaftliches Europa.

Bildtext: Aus Angers, Derby, Haarlem und Osnabrück kommen die Teilnehmer, die in Uphöfen zelten. Foto: Egmont Seiler
Autor:
hiek


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