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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Der Ossensamstag wurde verkauft″
 
Gottesdienste
 
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Populismus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Also doch: Geld stinkt nicht.′ Während der ganzen letzten Session 2008/ 09 wurde auf jeder Veranstaltung des Bürgerausschusses Osnabrücker Karneval (BOK) propagiert, dass Herr Pistorius mit seinem Wunschtraum, den Ossensamstag auf den Sonntag zu verlegen, alleine dastehen würde. Selbst im letzten Ossensamstagsumzug war dieses Thema von mehreren Karnevalsvereinen aufgegriffen worden, und Herr Pistorius wurde zum Karnevalsbuhmann der gesamten Region.
Doch nun kommen die Kaufleute der Stadt und bieten dem BOK für die nächsten Jahre 25 000 Euro, damit der Weg für den Sonntag freigegeben wird. Und unser lieber BOK-Vorstand und auch die Präsidenten der BOK-Mitgliedsvereine können sich plötzlich gar nicht mehr daran erinnern, welche Meinung sie noch vor Kurzem in den ersten Gesprächen vertreten haben. Der Ossensamstag wurde verkauft!
Und die Probleme bekommen die kleineren Karnevalsvereine, die seit vielen Jahren traditionell ihre Rathausstürme und Umzüge am Sonntag vor Rosenmontag machen.
Ist es etwa den Kaufleuten im Landkreis zuzumuten, an einem Samstag Umsatzeinbußen zu haben? Ist es nicht ein Imageverlust für die Stadt, wenn unser Umzug nicht mehr live im Fernsehen übertragen wird? Was passiert mit den 25 000 Euro? Wird das Geld vom BOK in Veranstaltungen gesteckt, die nicht so gut angenommen werden (Stadtprinzenproklamation), oder wird es für eine Neugestaltung des Ossensonntag genutzt (Musikkapellen und so weiter).
Der Ossensonntag soll familienfreundlich werden? Dann ist es die erste Pflicht des BOK, die Lautsprecherwagen mit ihrer Bumbummusik und Technokrach nicht mehr am Umzug teilnehmen zu lassen. Dann erübrigen sich auf Dauer auch die Alkohlexzesse der Jugendlichen.″
Markus Behrens
Hellerner Weg 26
Hasbergen

" In Ihrem Bericht über die Gespräche des Oberbürgermeisters mit dem BOK wird darauf hingewiesen, dass die vom Einzelhandel vorgeschlagene Verlegung des Karnevalszuges auf den Sonntag vom Oberbürgermeister durchgesetzt werden soll. Dazu wird von ihm eine Reihe von Argumenten genannt; ein wesentliches Argument aber vermisst der Leser, jedenfalls derjenige, für den der Sonntag noch einen christlichen Hintergrund hat: Über die Sonntagsgottesdienste in der Innenstadt hat der Oberbürgermeister nichts gesagt!
Wenn aber der Karnevalsumzug zur gleichen Zeit am Sonntag wie bisher am Samstag stattfindet, sind die Gottesdienste im Dom, in St. Marien und wohl auch in St. Johann massiv gestört, ja können von vielen Gottesdienstbesuchern gar nicht erreicht werden. Ist der Oberbürgermeister schon so weit von der christlichen Sonntagskultur entfernt, dass ihm dieser Gedanke nicht einmal gekommen ist?
Hermann Sommer
Scheidemannstraße 2 A
Osnabrück

" Herr Pistorius und ich sind alteingesessene Osnabrücker. Schade finde ich, dass [. . .] es unserem OB nur ums Geld geht (der Stadt natürlich auch). Man sollte sich auch mal die Frage stellen, was wollen die Osnabrücker.
Ich glaube, sollte man eine Umfrage starten, würden es die meisten Narren bevorzugen, den Ossensamstag zu behalten. Zu den Einzelhändlern hält man, was ist mit den Gastronomen. Außerdem stellt sich noch die Frage, ob derjenige, der etwas kaufen möchte, das nicht auch an jedem anderen Tag machen kann. Der Euro kann schließlich nur einmal ausgegeben werden. Wie wäre es, den Sonntag nach dem Ossensamstag verkaufsoffen zu machen? Lieber OB, bitte noch einmal darüber nachdenken, im Namen aller Narren.″
Silke Stromberg
Wellmannsbruch 14
Osnabrück

" Ossensonntag! Der Bürgermeister eine politische Fahne im Wind? Es ist schon beängstigend, mit welcher Hartnäckigkeit unser Oberbürgermeister wieder ein Stück Osnabrück beseitigen möchte. Nur weil die Kaufmannschaft [. . .] diesen Samstag für weitere Geschäfte nutzen möchte.
Aber gerade weil es ein Samstag ist, kommen so viele Besucher nach Osnabrück zum Ossensamstagsumzug. Sie können unbeschwert feiern und müssen sich für den nächsten Tag keinen Urlaub nehmen. Das wäre bei einem Umzug am Sonntag erheblich anders!
Gerade dieser Samstag stellt für Osnabrück eine ganz erhebliche Werbung dar, um sich den Besuchern von nah und fern zu präsentieren. Insbesondere das Argument des Oberbürgermeisters, dass der Jugendalkoholismus an einem Sonntag verringert werden könnte, zeugt von unbeschreiblichem Po-pulismus, um die eigenen Ziele zu erreichen. Die Jugendlichen, die es sich ohnehin vorgenommen haben, erheblich zu trinken, wird ein Sonntag anstatt eines Samstages nicht abhalten.″
Thorsten Diekmeyer
Lürmannstraße 13
Osnabrück

Bildtext: Osna helau! Ertönt dieser alljährliche " Schlachtruf″ künftig an einem Sonntag? Foto: Archiv/ Michael Hehmann
Autor:
Markus Behrens, Hermann Sommer, Silke Stromberg, Thorsten Diekmeyer


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