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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schweinegrippe: Acht unter Beobachtung
Zwischenüberschrift:
Amtsarzt warnt nach neuem Verdachtsfall in Badbergen vor Ärzte-Engpass
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nach dem ersten Osnabrücker Fall von Schweinegrippe stehen acht sogenannte Kontaktpersonen in der Stadt unter ärztlicher Aufsicht. Das bestätigte gestern Amtsarzt Dr. Gerhard Bojara auf Nachfrage. Währenddessen appelliert er nach dem neuen Verdachtsfall in Badbergen an Urlaubsrückkehrer, den Arzt zuerst telefonisch zu informieren.
Die junge Frau, bei der vorgestern das Schweinegrippe-Virus A/ H1N1 festgestellt wurde, ist weiter auf dem Weg der Besserung. Sie war am Samstag zu Besuch nach Osnabrück gekommen und hatte das Virus aus Brasilien mitgebracht. Die Frau muss noch ein paar Tage im Marienhospital bleiben und wird dann entlassen, so Bojara.
Währenddessen richtet sich die Aufmerksamkeit der Mediziner auf jene Menschen, mit denen sie seit ihrer Ankunft am Samstag Kontakt hatte. Das sind fünf Personen aus ihrer Familie und drei Mitarbeiter des Marienhospitals.
Bisher zeigten sich keine Anzeichen einer Infektion, so Bojara. Ganz ausschließen könne er allerdings eine Übertragung des Virus noch nicht. Manchmal zeigten sich die Krankheitssymptome erst zehn Tage nach dem Kontakt. So lange bleibe es bei einerärztlichen Überwachung. Ob der Erreger in den nächsten Tagen inOsnabrück noch mal auftreten werde, " ist reine Spekulation", so Bojara. Derzeit gebe es keine Anzeichen dafür.
Allerdings könne täglich ein Infizierter aus einem der betroffenen Länder in die Stadt kommen und den Erreger mitbringen. Zur Panik gebe es aber keinen Grund, betont der Arzt. Alle bisherigen Fälle in Deutschland zeigten nur eine milde Form der Schweinegrippe. Der Vorfall dürfe aber auch nicht zur Nebensächlichkeit erklärt werden, warnt Bojara. Er stehe in ständigem Kontakt mit den Ärzten im Landkreis.
Dort gibt es seit gestern Abend in Badbergen einen neuen Verdachtsfall. Die Ärzte in Stadt und Landkreis stehen jetzt vor einem Problem: Behandeln sie einen Grippe-Patienten, bei dem später die Schweinegrippe festgestellt wird, gehören sie zu den sogenannten Kontakt-Personen und dürfen zunächst keine weiteren Patienten mehr behandeln. Das kann dazu führen, " dass wir ein Problem wegen fehlender Ärzte bekommen", so Bojara gestern Abend.
Arzt erst anrufen
Außerdem müssten auch alle Patienten, die zeitgleich mit dem Infizierten im Wartezimmer gesessen haben, unter ärztliche Aufsicht gestellt werden. Der Aufwand wäre enorm. Deshalb sei es wichtig, so der Mediziner, dass alle Urlaubs-Rückkehrer aus Stadt und Landkreis mit den Anzeichen einer Grippe oder einer Erkältung zunächst ihren Hausarzt telefonisch informieren. Dieser müsse sich dann während der Behandlung mit einer OP-Maske schützen. Außerdem könne der Arzt dann dafür sorgen, dass es zu keinem Kontakt mit anderen Patienten komme.

Bildtext: Unter Beobachtung: Die junge Frau mit dem Schweinegrippe-Virus wird noch einige Tage im Marienhospital behandelt und kann dann entlassen werden. Drei Mitarbeiter des Krankenhauses werden ärztlich beobachtet, weil sie Kontakt mit der Frau hatten. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Stefan Prinz


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