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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Grete, Hansel und ihre drei Küken sind weg
Zwischenüberschrift:
Das Marienheim vermisst eine fünfköpfige Schwanenfamilie – Auf die falsche Seite der Mühle geraten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wohlbehütet lebten Hansel und Grete mit ihren Drillingen auf dem Gelände des Marienheims in Sutthausen. Doch nun ist die Schwanenfamilie verschwunden. Spuren im Sand zeugen davon, dass sie auf die falsche Seite der Mühle geraten sind.
Ordensschwester Willehada ist besorgt. Die Franziskanerin hegt und pflegt die Tiere rund um das Marienheim. Das Schwanenpaar Grete und Hansel lebte seit einigen Jahren auf dem Teich des Geländes. Weil dieser vor ein paar Monaten wegen einer Säuberungsaktion vorübergehend trockengelegt wurde, zogen die Vögel in die Düte und ans dortige Ufer.
Am vergangenen Freitagmorgen bewunderten Besucher die Tiere noch am Mühlrad. Danach jedoch sind die Schwäne verschwunden. " Die Küken sind mit der Strömung drei Meter tief ins Wasser gestürzt, und die Eltern sind hinterhergesprungen, um sie zu schützen", vermutet Schwester Willehada.
So sind die Tiere wohl über die Kante des Wasserfalls auf die falsche Seite der Mühle geraten. " Sie sind auf der Düte mit dem Fließwasser in Richtung Hase weggeschwommen", nimmt die Hüterin der Tiere an. Doch niemand hat die Schwanenfamilie bisher auf ihrem unfreiwilligen Ausflug gesehen.
Schwester Willehada hat ein Herz für Tiere. Sie versorgt die Stockenten und Blesshühner, Kaninchen und Pfaue, Rotgoldfasane und all die anderen Tiere, die sich das Marienheim als Heimat ausgesucht haben oder dem Haus geschenkt wurden. " Die Tiere leben hier frei und artgerecht." Auf diese Feststellung legt Schwester Willehada Wert.
Früher arbeitete die 71-Jährige als Lehrerin im Marienheim. Von 1964 bis 2001 unterrichtete sie Chemie, Physik und Mathematik. Als sie in den Ruhestand ging, blieb sie auf dem Sutthauser Anwesen und suchte sich neue Aufgaben. Das Hüten der Tiere ist eine davon.
Die vermisste Schwänin Grete ist sechs oder sieben Jahre, Hansel ist vier Jahre alt. Ihre Drillinge schlüpften im Mai. " Es sind Höckerschwäne", erläutert die Ordensschwester. Das Elternpaar beschreibt sie als " außerordentlich zahm". Nur müsse man die " Hackdistanz" einhalten. Wer sich den Tieren nähert und die Grenze von einem Meter Sicherheitsabstand unterschreitet, braucht sich über Drohgebärden nicht zu wundern. " Zuerst recken sie dann ihre Hälse. Es sind eben keine Streicheltiere."
Schwester Willehada hofft, dass jemand die Tiere ausfindig macht, sodass sie bald wieder nach Hause zurückgebracht werden können. Daher bittet sie um Mithilfe bei der Suche damit sich die Spuren nicht endgültig im Sand verlieren.
Kontakt unter Telefon 05 41/ 99 00 40 (Marienheim)

Bildtext: Spuren im Sand: Schwester Willehada zeigt, wo die fünfköpfige Schwanenfamilie auf die falsche Seite der Mühle geraten ist. Sie vermutet, dass sie sich auf der Düte in Richtung Hase treiben lassen immer weiter weg von der Heimat. Foto: Michael Hehmann

So sehen sie aus: Vor kurzem schwammen Grete, Hansel und ihre Küken noch wohlbehütet auf dem See. Foto: privat
Autor:
Jann Weber


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