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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der neue Rasenmäher heißt "Lothar"
Zwischenüberschrift:
Vier Schafe sorgen auf der Liegewiese des Schinkelbades künftig für die korrekte Höhe der Grashalme
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Noch sind die regelmäßigen Bahnen sichtbar, die der Rasenmäher auf seinem Weg über die Grünflächen des Schinkelbades gezogen hat. Die werden jedoch verschwinden: Denn seit gestern führt Lothar die Regie über das Grün und setzt auf alternative Methoden.
Lothar ist ein anderthalbjähriger Coburger Fuchsschafsbock. Gemeinsam mit zweien seiner Söhne im April geborene Bocklämmer und einer Heidschnucke grast er nun auf dem eingezäunten Areal der weitläufigen Rasenfläche des Schinkelbads.
" Das Ganze ist gewissermaßen ein Guck-Projekt", sagt Roland Kettler, Leiter Bäderbetriebe bei den Stadtwerken. Das soll heißen: Wir probieren das jetzt mal aus und gucken, ob es funktioniert. Das zwei Hektar große Gelände sei nur mit viel Aufwand zu mähen, erklärt Kettler: Immerhin kümmern sich um die Außenanlagen drei fest angestellte Mitarbeiter.
Die Idee mit den Schafen hatte Bauingenieur Heiko Tilebein. Er ist für die technische Bearbeitung beim Umbau des Schinkelbades zuständig und gleichzeitig Besitzer der Tiere. " Mein Sohn ist mit Schafen aufgewachsen", erklärt der Vater, Heiko Tilebein senior. Seit 1974 hält die Familie Schafe im Garten.
Als Rasenmäher findet Heiko Tilebein senior die Schafe ausgezeichnet, " die sind ganz ruhig und werden die Nachbarn nicht stören" denn " mähen" würden sie nur, wenn sie alleine sind.
Tatsächlich streift die vierköpfige Riege genügsam und zufrieden über das Grün. " Wir haben extra Coburger Füchse genommen, weil die keine Hörner haben und sehr friedfertig sind", erklärt Tilebein. Der Name Fuchs ergibt sich aus der goldgelben bis rotbraunen Färbung der Wolle dieser Tiere bei der Geburt. Diese verblasst mit der Zeit.
Wenn die Rechnung mit den Schafen aufgeht, kann man zukünftig vielleicht auf den Trecker mit Mähwerk verzichten. Bewähren sich die Coburger Füchse, könne man darüber nachdenken, dieses Konzept auch auf Nette- und Moskaubad zu übertragen, meint Kettler. " Jetzt sehen wir aber erst mal, ob und wie die Schafe hier gegen den Bewuchs ankommen."

Bildtext: " Natürliche Rasenmäher" am Schinkelbad: Schafzüchter Heiko Tilebein (links im Bild) und Bäderchef Roland Kettler streicheln das sehr anhängliche Schaf " Lothar" und seine Artgenossen. Foto: Gert Westdörp
Autor:
klu


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