User Online: 1 | Timeout: 23:07Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Natur auf der Schmalspur
Zwischenüberschrift:
Mit einer Feldbahn in die Wildnis der Industriebrache
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Schmalspurbahn am Piesberg kommt ins Rollen: Bei einer kleinen Probefahrt auf dem ersten fertigen Gleisabschnitt vor dem ehemaligen Pumpenhaus am Haseschacht überreichte DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde einen Förderbescheid über 32 000 Euro.
Die DBU hat am Piesberg inzwischen zahlreiche Projekte mit insgesamt 530 000 Euro gefördert. Brickwedde wies auch auf die übrigen Unterstützer hin, darunter die Stadt, das Land Niedersachsen und die Sparkassenstiftung. Josef Bernhard Hentschel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osnabrück, sieht die Mittel vorbildlich eingesetzt. In den vergangenen 15 Jahren sei am Piesberg aus dem Nichts eine Museumslandschaft entstanden, mit der sich auch die regionale Industrie indentifiziere und die inzwischen bundesweit wahrgenommen werde.
Hier stellten die Feldbahner einen neuen Mosaikstein dar, freute sich Josef Thöle, als ehemaliger Pyer Ortsbürgermeister seit Langem im Projekt engagiert. Das neue Angebot ergänze das Museum als Kern, die Aktivitäten der Dampflokfreunde und den Rundwanderweg. Museumsdirektor Rolf Spilker: " Wir fahren hier zweigleisig." Die Feldbahn spreche besonders die Familien mit Kindern an, eine zukunftsträchtige Besuchergruppe. Außerdem erschließe sie ehemals industriell genutzte Flächen, die sich die Natur nun schrittweise zurückerobere.
Die Schmalspurzüge, die die ehrenamtlich Aktiven des " Museums für feldspurigeIndustriebahnen" auf die Gleise setzen, kamen schon vor 50 Jahren beim Abbau von Stein zum Einsatz. Jetzt sollen sie mit den Besuchern des Museums Industriekultur auf Reisen durch die Wildnis der Industriebrache gehen. Die Besucher sollen auf einem Erlebnispfad die Naturentwicklung vor, während und nach dem Steinabbau erfahren.
Die Industriebrache bietet Flora und Fauna wertvolle Nischen. Ein Team der Fachhochschule unter Leitung von Professor Herbert Zucchi hat das schon untersucht. Nachdem die Gewinnung von Rohstoffen am Piesberg in den 70er-Jahren eingestellt worden war, haben sich auf der industriell geprägten Fläche wieder ungehindert Sträucher und Bäume entwickeln können. Auf engstem Raum haben sich unterschiedliche Biotope entwickelt. Ein Beispiel: Die Gebirgsstelze findet an den Mauern der Bauten und an den alten Wasserbecken gute Lebensbedingungen. Nach derzeitigem Stand soll der Zug neun Schauplätze passieren. Die Besonderheiten der Tier- und Pflanzenwelt sollen die Besucher einem Faltblatt entnehmen.
Jörg Sprengelmeyer vom Museum für Feldspurige Industriebahnen kündigte an, dass der Naturerlebnispfad für Besucher ab September offen sein wird. Neben einer 54-jährigen Lok stehen bereits vier weitere Zugfahrzeuge sowie zwei Personenzüge in den Startlöchern.
Sie werden in dem zum Museum Industriekultur gehörenden ehemaligen Pumpenhaus untergebracht, das bereits saniert ist. Die offizielle Einweihung des mobilen Naturerlebnispfads ist während des Piesberger Bergfests am 6. September geplant.
Der Fahrbetrieb soll später von April bis Oktober alle 14 Tage oder nach Vereinbarung stattfinden. Der erste Streckenabschnitt führt vom Pumpenhaus über den Rundweg bis zum Deponie-Eingang. Zwei Ausbaustufen der Kleinbahnstrecke sind geplant: eine Schienenverlegung über die neue Brücke für den Südstieg und eine Verlängerung in Richtung der alten Brecheranlage

Bildtext: Mit einer Schmalspur-Testfahrt verknüpfte DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde (3. v. l) zusammen mit Josef Thöle, Josef Bernhard Hentschel, Jörg Sprengelmeyer und Rolf Spilker die Überbringung von 32 000 Euro Förderung. Foto: Elvira Parton


Anfang der Liste Ende der Liste