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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Auf den Spuren des Jägers
Zwischenüberschrift:
Füchse leben nicht nur im Wald – Trotzdem sehen viele Menschen die Tiere nicht gern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Im Wald, da sind keine Räuber, aber Raubtiere. Auf die Spuren von Füchsen begaben sich am Mittwoch junge Forscher. Sie lernten eine Menge über Waldtiere: Zum Beispiel, wie sich ein Fuchs durch das Unterholz pirscht.
" Ein Fuchs raubt Hasen, Rehe oder Vögel, wenn mal gerade einer auf dem Boden sitzt", meinte Julie (10). Sie hat schon mal einen wild lebenden Fuchs gesehen. " Der sah aus wie ein Kuscheltier", erzählte sie.
" Viele Füchse leben in der Stadt. Sie sind auf Mülltonnen spezialisiert", erzählte Björg Dewert den Kindern. Die Umweltpädagogin ging mit ihnen in den Wald neben der Nackten Mühle. Unter den schattigen Bäumen erfuhren die Kinder von ihr noch mehrüber die Füchse und andere Tiere.
Das Lieblingsessen der Füchse sind Mäuse, sagte Björg Dewert. " Gänse frisst der Fuchs sehr selten", widersprach sie der in verschiedenen Märchen und Liedern kolportierten Darstellung.
Die Tiere mögen auch Käfer, Brombeeren und Himbeeren oder Essbares, das Menschen in die Mülltonne geworfen haben. Füchse kommen morgens oder abends in der Dämmerung aus ihrem Bau und beginnen ihren Streifzug nach Beute.
Gejagt werden die schlauen Tiere aber auch vom Menschen. Da Füchse deren Haustiere angreifen oder die Tollwut übertragen können, werden sie oft von Jägern erschossen. " Der Fuchs hat zudem einen schlechten Ruf, der dazu beiträgt, dass er gejagt wird", meinte Björg Dewert. Eigentlich, so sagte sie, könnten Füchse gut in der Nachbarschaft von Menschen leben.
Wie die Überreste von Füchsen, Katzen oder Rehen aussehen, zeigte Björg Dewert anhand von Schädelknochen. Welcher Schädel zu welchem Tier gehörte, konnten die Kinder an den Zähnen erkennen. Ein Fuchs hat spitze Reißzähne, mit denen er Fleischstücke aus seiner Beute reißen kann.
Damit ein Fuchs überhaupt Beute machen kann, muss er sich leise an ein Tier heranpirschen können. Sie treten dabei so vorsichtig mit den Pfoten auf den Boden, dass die Äste nicht knacken und sie verraten. " Ihr müsst mit den Füßen sehen", sagte Björg Dewert den Kindern, die das nachmachen wollten. Bei ihnen klappte es nicht so gut. Sie hatten auch Schuhe mit festen Sohlen an. Schlaue Füchse haben keine Schuhe.

Bildtext: An den Zähnen konnten die Kinder im Wald neben der Nackten Mühle erkennen, welcher Schädel zu welchem Tier passt. Danach ging es auf die Pirsch, auf den Fährten der Füchse. Foto: Michael Hehmann
Autor:
tw


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