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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ferienfreude in gesunder Umgebung
Zwischenüberschrift:
Tschernobyl-Kinder nach vierwöchigem Aufenthalt wieder verabschiedet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nach vier Wochen Ferienspaß in Osnabrück kehrten die 47 Tschernobyl-Kinder wieder zurück in ihre Heimat.
Seit 18 Jahren kommen Kinder aus der Region Gomel in Weißrussland zu einem einmonatigen Ferienaufenthalt nach Osnabrück. Der Grund für die von der evangelisch-lutherischen Landeskirche organisierten Sommerfrische: Gomel, etwa 100 Kilometer von Tschernobyl entfernt, war von der Reaktor-Katastrophe in dem ukrainischen Kernkraftwerk besonders betroffen.
" Deswegen ist es uns wichtig, dass die Kinder hier gutes Essen bekommen, viel Spaß und eine unbeschwerte Zeit haben", sagt Marita Corzilius vom Organisationsteam. Zwar seien die Kinder, die nach Osnabrück kommen, weder akut noch chronisch krank, aber ihr falle manchmal auf, dass bei den kleinen Gästen Wunden deutlich langsamer heilten.
Die Jungen und Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren bekamen ein abwechslungsreiches Programm geboten: Sie besuchten unter anderem das Rathaus, den Zoo und die Feuerwehr, außerdem gab es Bastelaktionen, Tennis und Kegeln.
Zwei Tagesfahrten führten die Kinder an den Jadebusen und in den Spielpark Schloss Dankern/ Haren. Beim Osnabrücker Verein für Luftfahrt stiegen die Kinder sogar mit Segelflugzeugen in die Luft. " Eines der Highlights waren die Schwimmkurse im Schin-kel- und Moskaubad", berichtet Marita Corzilius, " einige haben Schwimmen gelernt."
Heimweh habe es bei den Kindern wenig gegeben, und auch das Verhältnis zu den Gastfamilien sei gut. Einige der Kinder seien auch schon das zweite Mal dabei. Die Gastfreundschaft und das bunte Programm bleiben so manchem der weißrussischen Gäste noch lange in Erinnerung. Eines ihrer ersten Gastkinder, eine mittlerweile 27-jährige verheiratete Ärztin in Gomel, habe ihr gesagt: " Osnabrück war die schönste Zeit meines Lebens."
Der Flug, die Versicherungskosten und auch einTaschengeld finanziert die evangelisch-lutherische Landeskirche, alles weitere wird von den Gastfamilien und auch aus Spenden finanziert.
Vier Dolmetscherinnen begleiteten die Gruppe, doch " sprachlich ist das kein Thema Gebärdensprache ist international", sagt Hermann Wille, einer der Gastväter. Auch er nimmt von der Ferienaktion vieles mit, " was man von den Kindern bekommt, ist fantastisch, ich kann das kaum beschreiben".
Der letzte Ausflug führte die Kinder zur Nackten Mühle in Haste, wo sie spielen konnten und vieles zum Thema rund um den Flussund seine Lebewesen kennen lernten. Nach dem letzten Abend im Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße hieß es Abschied nehmen auch mit einigen Tränen.

Bildtext: An der Nackten Mühle fand der letzte gemeinsame Spielenachmittag für die Kinder aus der weißrussischen Region Gomel statt. Foto: Elvira Parton
Autor:
klu


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