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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nach 51 Jahren neue Fenster
Zwischenüberschrift:
Behördenhaus an der Hakenstraße wird renoviert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Staatliche Baumanagement Osnabrück-Emsland kümmert sich darum, dass landeseigene Immobilien in der Region gebaut und in Schuss gehalten werden. Zuständig ist das frühere Staatshochbauamt beispielsweise für Gerichts- und Hochschulgebäude aber auch für den eigenen Behördensitz an der Hakenstraße. Der wird jetzt saniert.
Bereits seit vergangenem Jahr werden an dem fünfgeschossigen Haus, in dem außer dem Baumanagement auch der Landesliegenschaftsfonds und das Verwaltungsgericht Osnabrück untergebracht sind, in drei Bauabschnitten sämtliche Fenster ausgetauscht insgesamt sind es knapp 250.
Auf der Gebäuderückseite sind die Arbeiten bereits abgeschlossen. Seit einigen Tagen ist nun auch die Frontseite eingerüstet. Die Sanierung des dreigeschossigen Eckgebäudes zwischen Hakenstraße und Kamp, in dem sich unter anderem die Sitzungssäle des Gerichts befinden, folgt 2010.
Für die Mitarbeiter der drei Behörden geht mit der Sanierung eine beschwerliche Zeit zu Ende. Denn die bisherigen Fenster waren seit der Fertigstellung des Gebäudes im Jahr 1958 niemals ausgetauscht worden. Sie sind lediglich einfach verglast und bieten weder Wärmedämmung noch Sonnenschutz. " Die alten Fenster sind mit modernen Arbeitsschutzvorschriften nicht mehr vereinbar gewesen", sagt Behördenleiter Richard-Wilhelm Bitter. Einige Kollegen hätten aufgespannte Regenschirme aufstellen müssen, um bei tief stehender Sonne überhaupt noch am Computer arbeiten zu können. Von den saunaartigen Temperaturen im Sommer ganz zu schweigen, denn eine Klimaanlage gibt es nicht. " Durch die erhöhte Wärmebelastung gab es Einschränkungen bei der Arbeitsleistung", lautet Bitters Fazit.
Damit soll es künftig vorbei sein. Die neuen Fenster verfügen über einen neuartigen integrierten Blendschutz, der anders als Jalousien, die auf der Gebäudeaußenseite installiert werden, unempfindlich für Schmutz und Witterungseinflüsse ist.
Bitter verspricht sich durch die Renovierung auch einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Schonung der öffentlichen Finanzen. Denn wie der Diplom-Ingenieur schätzt, können in den Wintermonaten dank der Wärmeschutzverglasung künftig zwei Drittel der Heizkosten eingespart werden.
Grünes Licht für das Projekt gab es nicht nur vom niedersächsischen Finanzministerium, das die Kosten bereits bewilligte, als von Konjunkturpaketen noch keine Rede war, sondern auch vom Landesamt für Denkmalschutz, das zur Bedingung stellte, dass die Optik des Gebäudes nach dem Umbau genau dieselbe ist wie zuvor.
Denn das Behördenhaus mag heute nicht mehr unbedingt den Massengeschmack treffen doch in den späten Fünfzigerjahren waren Stahlbeton-Skelettbauten nach amerikanischem Vorbild der letzte Schrei. Das Osnabrücker Behördenhaus ist nach Bitters Informationen sogar das erste in ganz Norddeutschland, das in dieser Bauweise errichtet wurde.

Bildtext: Auch ein Beitrag zum Klimaschutz: Das denkmalgeschützte Behördenhaus an der Hakenstraße, in dem unter anderem das Verwaltungsgericht untergebracht ist, erhält neue Fenster. Foto: Arne Köhler
Autor:
ack


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