User Online: 1 | Timeout: 06:31Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neumarkt: So verlagert sich das Problem
Zwischenüberschrift:
Verkehrsplaner legt Bericht vor
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wer den Neumarkt vom Autoverkehr entlasten will, muss in Kauf nehmen, dass Fußgängern und Bäumen an anderer Stelle das Leben schwer gemacht wird. Das ist eine Konsequenz aus dem Verkehrsgutachten, das die Ingenieurgemeinschaft gevas für die Stadt ausgearbeitet hat. Eine weitere Aussage: Für eine Stadtbahn ist es zu eng auf dem Neumarkt.
Seit mehr als zehn Jahren versucht die Stadt, den Neumarkt umzugestalten, um diesem verkehrsreichen Platz mehr Aufenthaltsqualität zu geben. Wiederholt scheiterte eine städtebauliche Neuordnung jedoch an der Verkehrsfrage. Der politische Konsens zielt auf eine moderate Reduzierung ab. Immer noch in der Diskussion ist die Dreispurigkeit: In Richtung Berliner Platz fließt der Verkehr einspurig, in Richtung Osnabrückhalle zweispurig.
Einige Konsequenzen, die sich aus einer Verkehrseinschränkung am Neumarkt ergeben würden, hat das Essener Ingenieurbüro gevas jetzt untersucht. Gutachter Peter Sternemann machte vor dem Stadtentwicklungsausschuss deutlich, dass die Stadt dann von der starren Beschilderung zu einer dynamischen Steuerung übergehen müsse. Abhängig vom Verkehrsaufkommen, sollen nicht nur die Ampeln gesteuert, sondern auch Richtungsfahrbahnen freigegeben werden. Eine Option, die Stadtbaurat Wolfgang Griesert an den Messeschnellweg in Hannover erinnerte.
Auch die großen Kreuzungen am Berliner Platz und an der Osnabrückhalle müssten nach Ansicht des Gutachters ausgebaut werden, wenn weniger Autos über den Neumarkt rollen sollen. An der Martinistraße sieht Sternemann sogar die Notwendigkeit, eine " vollwertige Linksabbiegespur" zu schaffen, um den Verkehr reibungslos auf den Heger-Tor-Wall zu leiten. Doch dafür müssten zwei bis drei Bäume weichen, wie er es ausdrückte. Und auch der ein oder andere Fußgängerüberweg müsste dem optimalen Verkehrsfluss geopfert werden.
Das gilt auch für die Seminarstraße, die als Busschleife im Gespräch ist. Sternemann hält es für unausweichlich, bei einer solchen Planung die Kreuzung an der Lyrastraße auszubauen. In dem Fußgängerüberweg sieht er einen Störfaktor für den Busverkehr. Auf ihn zu verzichten sei aber schwierig, weil es an dieser Stelle einen großen Bedarf gebe. Da stelle sich schon die Frage, ob Absperrgitter für Fußgänger errichtet werden müssten.
Als " nicht zielführend" bezeichnete Sternemann Überlegungen, eine Stadtbahn über den Neumarkt zu leiten. Der Platz reiche einfach nicht aus, für Busse und Radler werde es zu eng. Nur eine Spur für die Stadtbahn verbiete sich aber schon deshalb, weil ein Sackbahnhof keinen wirtschaftlichen Betrieb zulasse.
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


Anfang der Liste Ende der Liste