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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ohren zu, die Berge rufen
Zwischenüberschrift:
Gipfeltreffen lockt Tausende auf Piesberg, Westerberg und Schölerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Mit drei ohrenbetäubenden Böllerschüssen ging es los: Das Gipfeltreffen auf den drei Osnabrücker Bergen lockte gestern Tausende von Interessierten zum Piesberg, zum Westerberg und zum Schölerberg.
Gegen elf Uhr feuerten die drei als Musketiere verkleideten Männer vom Karbid-Böllerverein Hunteburg auf dem Dach des Zentrums für Umweltkommunikation (ZUK) ihre erste Ladung ab. Während sich die Erwachsenen angestrengt die Ohren zuhielten, blieb die siebenjährige Alicia ganz gelassen: " Ich kann das auch, ohne mir die Ohren zuzuhalten." Die Antwortschüsse vom Piesberg und vom Schölerberg fanden Alicia und ihre kleine Schwester Theresa dementsprechend " viel zu leise".
Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch den Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Fritz Brickwedde, Bürgermeister Burkhard Jasper und den Geschäftsführer des Naturparks Terravita, Hartmut Escher, konnten die Familien im ZUK die interaktive Ausstellung Wasserwissen erkunden. So auch Familie Hartung. Sohn Yannick bastelte eifrig an einem kleinen Bötchen aus Alufolie, um dann mit seinen Eltern auszuprobieren, wie viel Gewicht sein Wassergefährt wohl tragen konnte.
Das Osnabrücker Gipfeltreffen galt als Auftaktveranstaltung für das neue Marketingprojekt " 3 Berge", das vor allen Dingen Besucher aus einem Umkreis von bis zu 150 Kilometern anlocken soll.
Auch auf dem Schölerberg herrschte reges Treiben. Während auf dem Museumsvorplatz Interessierte wie Heike Hartung mit einem Teleskop einen Blick auf die Sonne werfen konnten, begaben sich einige Kinder im Terra.park auf Fossiliensuche. Der achtjährige Jonas klopfte schon den ganzen Vormittag auf dem 300 Millionen alten Gestein herum. Mit Hammer, Handschuhen und Schutzbrille fühlte er sich wie ein Profi. " Ich hab schon wieder was gefunden", rief er stolz und zeigte seiner Mutter ein Fundstück.
Ein paar Meter weiter konnten besonders Erwachsene auf ihre Kosten kommen. Mit satellitengestützten GPS-Geräten gingen sie auf Schatzsuche und kletterten über Stock und Stein, um ihr Ziel zu erreichen. Einmal das Versteck gefunden, trug man sich ins Logbuch ein und versuchte dann, das Schatzkästchen unauffällig wieder zu verstecken damit ja kein anderer den Schatz schneller entdeckt als man selbst.
Die Felsrippe am Piesberg war am wenigsten bevölkert. Dafür kamen die Gäste, die den mehr als halbstündigen Aufstieg zu Fuß auf sich genommen hatten, wirklich auf ihre Kosten. Um die Mittagszeit versammelten sich viele Familien um das Lagerfeuer und brutzelten Stockbrot oder Folienkartoffeln. Zum Essen verkrochen sich viele auf die extra bereitgestellten Sonnenliegen oder Picknick-Decken. Der atemberaubende Blick über Osnabrück sorgte für eine außergewöhnliche Atmosphäre.
Den ganzen Nachmittag sorgten Musikgruppen wie die Alphorngruppe des Blasorchesters Georgsmarienhütte für Untermalung und unterstützten die entspannte und lockere Stimmung. Auch wenn es fast kein Besucher schaffte, alle drei Berge mit ihren Stationen zu besuchen, zeigten sich viele begeistert: " Eigentlich ist es doch Wahnsinn, was Osnabrück so zu bieten hat!"

Bildtext: Ungewöhnliche Klänge: Die Alphorngruppe des Blasorchesters Georgsmarienhütte, hier am Schölerberg, trat auf allen drei Bergen auf. Fotos: Jörn Martens
Einen doppelten Anlass gab es, um zum Westerberg zu kommen: 25 Jahre Botanischer Garten und das 3-Berge-Fest.
Stockbrot als Lohn für den anstrengenden Aufstieg: Auf der Felsrippe des Piesberges standen auch Liegestühle bereit.
Autor:
emc


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