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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein neues Gesicht für die Westerbergkuppe
Zwischenüberschrift:
Glänzender Erfolg des Ideenwettbewerbes der Stadt Osnabrück -
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
... und " Max und Moritz"?
Ein neues Gesicht für die Westerbergkuppe
Glänzender Erfolg des Ideenwettbewerbs der Stadt Osnabrück - Unter 39 Wettbewerbsentwürfen 3 Arbeiten mit Preisen ausgezeichnet, 6 weitere Entwürfe zum Ankauf vorgesehen - Das Preisgericht stand vor einer Fülle ideenreicher Planungen

Die Stadt Osnabrück hatte einen Ideenwettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für die städtebauliche und landschaftliche Gestaltung des Westerberges ausgeschrieben, der eine wohl kaum erwartete Beteiligung fand. Aus allen Städten Nordwest- und Süddeutschlands wurden Wettbewerbsarbeiten eingereicht, unter deren ideenreicher Fülle an Planungen und Vorschlägen sicherlich nicht leicht das Rechte, das Beste und das Genehmste zu erwählen war. Es waren immerhin 39 Planungen, die begutachtet und deren verschiedene Vorschläge gegeneinander abgewogen werden mußten! Diplom-Architekt Reiling, der an dieser schwierigen und verantwortungsvollen Aufgabe als Vorprüfer wirkte, dürfte an der nun getroffenen Wahl wohl einen ebenso entscheidenden wie anerkennenswerten Anteil haben, weil seine ordnende Hand dem Preisgericht die Arbeit wesentlich erleichtert hat.
Dem Preisgericht gehörten neben den berufenen Männern aus Regierung und Stadt führende Kräfte der Fachwelt an, es setzte sich aus Reg.-Baudirektor Grosser, Oberregierungs- und Baurat Heidenreich, Ratsherr Herlitzius, Dr. Ing. Högg, Dipl.-Gärtner Kragh, Oberbürgermeister Dr. Kreft, Baurat Manske, Dipl.-Gärtner Steinle, Prof. Wiepking-Jürgensmann und Senator Dr. Zopfs zusammen. Drei Besichtigungen der ausgestellten Arbeiten und mehrere Besichtigungen des in Frage stehenden Geländes waren notwendig, bis man sich auf 9 Entwürfe geeinigt hatte, die in die engere Wahl kamen.
Die endgültige Entscheidung sprach dann Reg.-Baumeister Gustav Gsaenger, München-Obermenzing, den 1. Preis, Dipl.-Ing. Siegfried Reitz, Laurensberg bei Aachen, den 2. Preis und Reg.-Baumeister Rudolf Bürgin, Oldenburg, den 3. Preis zu. Die Entwürfe von Gartenarchitekt Hermann Thiele, Nürnberg, Gartenbaurat a. D. Lendholt, Krefeld, und Architekten Dr. Ing. Gerd Lüers - Werner Johannsen, Osnabrück, Gartenarchitekt Günther Heidenreich, Hannover, Dipl.-Gärtner I. Greier, Berlin-Dahlem, Dipl.-Ing. Gerhard Rohlfes, München-Pasing, und Architekt Fr. Hille, Bevensen - Dipl.-Gärtner Ullrich Bahrs, Bevensen wurden zum Ankauf vorgesehen.
Diese mit Preisen ausgezeichneten bzw. zum Ankauf vorgesehenen Entwürfe enthalten eine Fülle von Ideen, wie man gärtnerisch und baulich der Landschaft der Westerbergkuppe im engeren und der Landschaft des Westerberges überhaupt im weiteren Sinne verschönernd gerecht werden könnte, wie der dortige Stadtrand zu einem harmonischen Abschluß zu bringen wäre, wie man in Richtung und Anlage der Straßen und Wege zu einer besseren Lösung kommen würde und wie man durch organische, dem natürlich Gewachsenen nachgehende Gliederung der einzelnen Flächen die Harmonik dieser Landschaft heben könnte.
  Der gute alte Westerberg würde sich wundern, wenn er wüßte, was die Architekten ihm in ihren Wettbewerbsentwürfen alles zugedacht haben: Da ist die Rede von einer räumlich neu erfaßten Eingliederung der heute so fremd und " nicht hingehörig" anmutenden Steinbrüche, auf dem Hauptgelände in der Nähe der Kuppe wird die Anlage einer Gaststätte geplant, die von einer großen freien Fläche umgeben sein müßte.
Ein anderer Vorschlag will aus dem Westerberg eine bunte Landschaft machen, in der Wald, Einzelbäume, Hain, Wiese und Feld miteinander dergestalt wechseln, daß geruhsame, erlebnisreiche, sonnige und schattige Wanderwege erstehen. Die geplanten Pflanzungen würden das Heger Holz quasi verlängern und - die Kuppe des Westerberges umgehend - bis zur Gutenbergstraße reichen.
Eine Planung will sogar den Wald vom Heger Holz her durch Niederung bis über die Kuppe den Westerberg hinaufwandern lassen. In einem anderen Vorschlag ist daran gedacht, die Westerbergkuppe durch eine starke Bepflanzung herauszuheben. Auch die Anlage von Alleen wurde verschiedentlich vorgeschlagen.
Selbst die mit Preisen ausgezeichneten bzw. zum Ankauf vorgesehenen neun Entwürfe enthalten so viel Ideen und Vorschläge, daß den verantwortlichen Männern noch eine harte Arbeit bevorsteht, wenn sie aus dieser Fülle die endgültige der Verwirklichung zuzuführende neue Gestalt der Westerberglandschaft herauszulösen haben. Aber diese Neugestaltung ist eine Arbeit, die Lohn und Dank in sich trägt und das Antlitz unserer Stadt endgültig verändern wird.
Und vielleicht - werden die beiden frisch gepflanzten Bäume " Max und Moritz" eines Tages inmitten eines " Westerberg-Kuppenwaldes" stehen und nicht mehr zu finden sein...


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