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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kinderarbeit für Afrika
Zwischenüberschrift:
Benefizaktion der Gesamtschule "Schüler helfen Senioren"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Caroline Berstermann findet, dass man älteren Menschen helfen sollte. Die Elfjährige geht oft zu ihrer Nachbarin Lydia Fellermann, bringt ihr die Lebensmittel, die Carolines Mutter für die 87-Jährige eingekauft hat, gießt die Blumen und klönt mit ihr. " Für mich ist das normal." Auch heute wird die Schülerin die Nachbarin besuchen. Doch heute gibt es einen besonderen Anlass: Caroline nimmt wie alle Sechstklässler der Gesamtschule Schinkel an der Benefizaktion " Schüler helfen Senioren" teil.
Die Schule veranstaltet für die sechsten Klassen in Kooperation mit der in Osnabrück ansässigen Hilfsorganisation " Help Age Deutschland" einen sozialen Schülertag. Die Kinder unterstützen dabei einen Tag lang Senioren in Altersheimen oder aus ihrem Umfeld. Ihre Hilfe im Haushalt oder bei Erledigungen lassen sie sich von " Sponsoren", zum Beispiel Eltern, Verwandten oder Geschäften, bezahlen. Das verdiente Geld wird gespendet für die Seniorenhilfe Afrika.
Insgesamt 210 Kinder der Gesamtschule werden heute Geld für das Help-Age-Projekt erwirtschaften. Sie unterstützen damit Großmütter in Tansania und Südafrika, die nach dem Aids-Tod ihrer Kinder die Enkel alleine großziehen. Neben der finanziellen Hilfe für Afrika gehe es auch um die für alle bereichernde Begegnung der Generationen vor Ort: " Wir wollen den Kindern vermitteln, dass ältere Menschen auch hier oft Hilfe benötigen, sie aber auch sehr viel geben können", erklärt Lehrerin Monika Ahlrichs das Anliegen.
Sechstklässlerin Caroline weiß, dass die Seniorin Lydia Fellermann nicht mehr gut einkaufen kann. Sie könne nicht mehr so lange gehen und auch nicht schwer tragen. Und da sie alleine wohnt, springt die Schülerin ein. Für den Projekttag hat sie sich etwas Besonderes ausgedacht: Sie wird der Nachbarin das Backgammon-Spiel beibringen. Die alte Dame besitzt seit Längerem ein solches Spiel, kennt die Regeln aber nicht. Caroline dagegen hat schon mal Backgammon gespielt. Allerdings ist das auch schon eine Weile her. " Ich habe mir das Spiel noch einmal von einem Bekannten zeigen lassen, damit ich es meiner Nachbarin erklären kann", sagt sie.
Gesamtschüler Hendrik Fark aus der Klasse 6c hilft derweil seinem Opa Helmut Bouwmann. Dessen Hand steckt wegen zweier gebrochener Finger in Gips. Als die Lehrerin im Unterricht von der Aktion erzählte, fiel Hendrik sofort sein Opa ein. Nun wird der Enkel im Garten Unkraut zupfen und Blumen gießen. Derartige Tätigkeiten lehnt der Zwölfjährige zu Hause zwar meistens ab, aber dem Opa zu helfen ist etwas anderes. " Ich arbeite so lange, bis der Garten fertig ist", freut sich Hendrik auf den Einsatz.

Bildtext:

Rasen mähen wird Hendrik Fark heute. Mit der Gartenarbeit hilft er seinem Großvater Helmut Bouwmann, der sich zwei Finger der linken Hand gebrochen hat.

Backgammon spielen will Caroline Berstermann mit Lydia Fellermann. Die Sechstklässlerin kümmert sich auch sonst um die betagte Nachbarin.

Fotos: Gert Westdörp

Autor:
hedi


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