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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Steinbruch als Chance für die Natur
Zwischenüberschrift:
Umweltminister Sander im Botanischen Garten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Vor 50 Jahren sind auf dem Westerberg noch Steine gebrochen worden. Heute leben in dem verwilderten Steinbruch an der Blumenthalstraße 190 verschiedene Pflanzenarten und noch einmal 56 Moosarten. In zwei alten Stollen leben mehrere Fledermausarten. Biologen nennen so etwas ein " Sekundärbiotop". Aber der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander sieht darin " eine riesige Chance, Umweltbildung mitten in der Stadt zu machen."
Dierk Meyer-Pries als Vorsitzender des Freundeskreises Botanischer Garten und der FDP-Bundestagsabgeordnete Carl-Ludwig Thiele führten Sander jetzt durch den Steinbruch in direkter Nachbarschaft zum Botanischen Garten. Der Anlass dafür: Seit geraumer Zeit hat der Freundeskreis des Botanischen Gartens den aufgelassenen Steinbruch in seine Obhut genommen und will das Biotop pflegen und entwickeln. Dazu gehören die Beseitigung von Müll und das Zurückdrängen aggressiver eingewanderter Pflanzenarten oder die Pflege der beiden Fledermausstollen.
Dazu gehört aber auch der Plan, zukünftig einmal den Botanischen Garten der Universität und das benachbarten Sekundärbiotop im angepachteten städtischen Steinbruch zu einem naturpädagogischen Erlebnisraum zu verknüpfen.
Herzstück dieses Vorhabens wäre ein Verbindungsweg zwischen beiden Steinbrüchen, der auf kurzer Strecke den Edinghäuser Weg untertunneln müsste. Eine Zusage der Bundesumweltstiftung über 125 000 dafür liegt bereits auf dem Tisch. Und für weitere 184 000 Euro hat der Freundeskreis einen Antrag an die niedersächsische Bingostiftung für Umwelt gerichtet. Damit soll das Sekundärbiotop Steinbruch für die Forschung und Lehre in der Biologie langfristig gesichert und in das naturpädagogische Gartenprogramm des Botanischen Gartens (Grüne Schule) integriert werden.
Nach dem Rundgang zeigte sich Umweltminister Hans-Heinrich Sander sehr beeindruckt davon, wie hier zwei frühere Steinbrüche " mitten in der Stadt" zu einem neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen geworden sind. Dies sei " sinnvolle Umweltbildung", sagte er.
Ähnliche Aspekte kamen dann erneut bei der Fortsetzung seines Besuchs in Osnabrück zum Tragen: Auf dem Piesberg stand der Beitrag von 450 000 Euro, unterstützt aus dem Umweltministerium für das Projekt " Südstieg", auf seinem Besichtigungsprogramm.

Bildtext: Ortsbesichtigung: Dierk Meyer-Pries (rechts) und MdB Carl-Ludwig Thiele erläuterten Hans-Heinrich Sander (Mitte) die Pläne für den alten Steinbruch. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
fhv


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