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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Grüne rütteln am Flughafen-Ausbau
Zwischenüberschrift:
Aber Rat lehnt Investitionsstopp ab
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Grünen sind im Stadtrat mit dem Versuch gescheitert, die Startbahnverlängerung am Flughafen Münster/ Osnabrück (FMO) um mindestens drei Jahre zu verschieben.
Angesichts der Wirtschaftskrise und einer " dramatisch veränderten Sachlage" sollten die am Flughafen beteiligten Städte und Kreise den Ausbau überdenken, forderte Grünen-Sprecher Michael Hagedorn: " Der FMO wird sonst zum Euro-Grab." UWG-Ratsmitglied Wulf-Siegmar Mierke und Christopher Cheeseman (Linkspartei) unterstützten den Antrag der Grünen. CDU, SPD und FDP stimmten dagegen.
Trotz aller Bedenken: Zum ersten Mal bekannten sich die Grünen öffentlich zum Flughafen. Im Antrag heißt es, vor Umsetzung der Erweiterungspläne sollten " die wirtschaftlichen Risiken abgesichert und Defizite minimiert werden, um den Standort langfristig zu sichern". Volker Bajus (Grüne) wandte sich in der Ratssitzung den Flughafen-Freunden von CDU, SPD und FDP zu: " Sie sehen, wir haben uns bewegt, jetzt sollten Sie sich auch bewegen."
Die Verlängerung der Start-und-Lande-Bahn auf zunächst 3000 Meter wird etwa 60 Millionen Euro kosten. Stadt und Stadtwerke Osnabrück beteiligen sich über eine Kapitalerhöhung mit 6, 7 Millionen Euro. Nach dem Ausbau werden Langstreckenjets vom FMO aus Fernreiseziele wie Dubai oder Kasachstan anfliegen können. Am 9. Juli entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in letzter Instanz über Klagen gegen das Projekt.
Michael Hagedorn präsentierte Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV). Demnach sank die Zahl der Fluggäste am FMO im ersten Quartal dieses Jahres um 11, 7 Prozent. In den letzten zehn Jahren stieg die Fluggastzahl am FMO um ein Prozent. Hagedorn verwies auf die Wirtschaftlichkeitsstudie, die drei Szenarien aufgezeigt hatte. Als schlimmster Fall war ein Zuwachs von zwei Prozent angenommen worden. Dann werde der FMO zu einer " dauerhaften Schuldenfalle", zitierte Hagedorn aus der Studie. 2008 machte der FMO ein Minus von 3, 96 Millionen Euro. Wenn der Militärflughafen in Twente (Niederlande) ausgebaut werde, verharre der FMO in den roten Zahlen, warnte Hagedorn.
Oberbürgermeister Boris Pistorius sagte, der Flughafen sei eine unersetzliche Infrastruktureinrichtung und nicht nur mit betriebswirtschaftlichen Maßstäben zu messen. Als ein ganz bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region müsse er sich weiterentwickeln können. Und Twente, so Pistorius, werde keine Konkurrenz für den FMO werden.
Burkhard Jasper (CDU) wies auf die 3000 Arbeitsplätze hin, die direkt vom Flughafen abhängen. Günter Kraemer (SPD) warnte, ein Ausbau-Stopp würde den FMO zurückwerfen und der Region wirtschaftlich schwer schaden. Herbert Staben (FDP) steht hinter dem Startbahn-Ausbau: " Wir wollen, dass der FMO zu den Flughäfen gehört, die Perspektiven haben."
Autor:
hin


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