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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Stadt auf dem Silbertablett
Zwischenüberschrift:
Das Osnabrücker Panorama vom Gertrudenberg aus gesehen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die historische Postkarte der heutigen Zeitreise entstand um die vorletzte Jahrhundertwende und wurde nachträglich koloriert. Auf ihr ist die Altstadt zu sehen, wie sie sich bei einem Blick vom Gertrudenberg zeigt.
Der Blick geht von der Klostermauer vor dem Äbtissinnenhaus am Senator-Wagner-Weg hinunter auf Osnabrück. Heute verwehren Bäume die freie Sicht von damals, sodass der Fotograf einen anderen Platz für das aktuelle Bild gewählt hat.
Die Türme von drei Osnabrücker Kirchen bieten Orientierung. Links auf den Bildern ist der Vierungsturm von St. Peter zu erkennen. Dann erhebt sich im Hintergrund der mit Ecktürmchen verzierte Turm von St. Katharinen. Erst weiter rechts folgen die beiden großen Domtürme mit den markanten Barockhauben. Am rechten Bildrand schließlich zeigt sich die Marienkirche, die in direkter Nachbarschaft zum Rathaus steht. Im Hintergrund zieht sich der Teutoburger Wald durch das Bild.
Einzig der Turm von St. Marien ist bis heute in seiner Form erhalten geblieben. Die anderen Türme wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört und wurden später in anderer Form wieder aufgebaut. So sind die markanten Barockhauben der drei Domtürme heute nicht mehr erhalten. Alle drei Türme haben nun ein flacheres Dach.
St. Katharinen wurde am 25. März 1945 beim letzten Luftangriff des Zweiten Weltkriegs auf Osnabrück zerstört. Das Gotteshaus brannte komplett aus, ein großer Teil der wertvollen Innenausstattung war vernichtet. Durch die Brand- und Sprengbomben stürzte das Gewölbe des Turms ein. Die stählerne Dachkonstruktion des Turms hingegen, die 1880 eingebaut worden war, hielt stand. Wie ein Skelett ragte sie in den Himmel und erinnerte bis 1956 an den Krieg.
Bis in das Jahr 1950 war die Kirche wegen Einsturzgefahr gesperrt, erst dann konnten die ersten Gottesdienste in der Katharinenkirche gefeiert werden. Abgeschlossen waren die Aufbauarbeiten an der Kirche 1962, als die neue Orgel der Kirche eingeweiht wurde.
Die historische Ansichtskarte wurde niemals verschickt. Sie ist ein Überbleibsel aus dem Zigarrenladen, den die Familie unserer Leserin Erika Bollmann bis 1919 an der Bramscher Straße betrieben hat. Erika Bollmann stellte sie uns zur Verfügung.

Bildtext: Eine der schönsten Stadtansichten Osnabrücks hat der Betrachter von der Höhe des Gertrudenbergs. Die Postkarte zeigt das Panorama der Kirchtürme vom Dom und St. Katharinen links bis St. Marien am rechten Bildrand wie auf einem Silbertablett präsentiert.

Über die Bäume des Gertrudenbergs hinweg öffnet sich heute der Blick. Am rechten Rand ist auch die Bergkirche zu sehen. Foto: Egmont Seiler
Autor:
Marie-Luise Braun


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