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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wenn die Grünfläche zum Ärgernis wird
Zwischenüberschrift:
Stadt lässt Grundstück an der Rotenburger Straße verwahrlosen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Jedes Mal, wenn Marlies und Bernd Mülhausen aus dem Fenster schauen, ärgern sie sich: Direkt neben ihrem Haus liegt eine städtische Grünfläche, die mit hohen Disteln bewachsen ist. Für das Ehepaar Mülhausen, das bereits seit zehn Jahren in ihrem Haus an der Rotenburger Straße wohnt, ist das ein ständiger Grund zur Wut.
" Die Grünanlage sieht regelrecht verwahrlost aus. Wir haben bestimmt schon zwanzigmal bei den zuständigen Ämtern der Stadt angerufen, aber nichts passiert", sagt Bernd Mülhausen ärgerlich.
Vor einigen Jahren wurde das Grundstück von den städtischen Grünpflegern zwar mit zwei kleinen Bäumen und einigen Büschen bepflanzt. Allerdings wird die Fläche seither nicht regelmäßig von den Gärtnern gepflegt, sodass der Grünstreifen mittlerweile völlig von Unkraut überwuchert ist. Etwa zweimal im Jahr wird die Anlage zwar von Müll und Unrat befreit, aber die inzwischen meterhohen Disteln werden dabei nicht beseitigt.
" Wir werden oft darauf angesprochen oder hören von Spaziergängern abfällige Kommentare", sagt Marlies Mülhausen. " Am liebsten würden wir ein Schild mit der Aufschrift , Dies ist eine städtische Grünfläche′ aufstellen, damit nicht mehr alle glauben, wir ließen unser Grundstück so verwahrlosen."
Im Jahre 2004 entschied das Rentnerpaar schließlich, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen und der Stadt das Grundstück abzukaufen. Doch ihre Anfrage wurde vom Fachbereich Immobilien mit Hinweis auf das nahe Gewerbegebiet Hasepark abgelehnt. " Der Eingang in den immer mehr an Bedeutung gewinnenden Hasepark soll einladend von öffentlichem Grün begleitet werden", hieß es zur Begründung. Für die Mülhausens, die sich selbst eine gepflegte Grünanlage neben ihrem Haus wünschen, klingen diese Worte wie blanker Hohn.
Auf Nachfrage bestätigte Frank Bludau, Abteilungsleiter Grünservice des Eigenbetriebes Grünflächen und Friedhöfe, dass das Grundstück in öffentlicher Hand bleiben soll, da die Stadt selbst über dessen Gestaltung bestimmen möchte. Er sagte allerdings zu, dass die Fläche in Kürze gründlich vom Unkraut befreit werde.

Bildtext: Ein Meer von Disteln dieses ungepflegte Bild bietet sich Marlies Mülhausen auf der städtischen Grünfläche neben ihrem Grundstück an der Rotenburger Straße. Foto: Egmont Seiler
Autor:
Anna Gebauer


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