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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Höfe zum Leben, nicht für Garagen
Zwischenüberschrift:
Stadtgespräch zum Wohnen in der City
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Werden künftig weniger Menschen in Osnabrück leben? Prognosen nach ja. Doch muss es nicht so kommen, wie Achim Däbert von der N-Bank meint. Die Architektenkammer Niedersachsen hatte im Medienhaus Neue OZ zum Stadtgespräch eingeladen. " Wohnen in der Innenstadt Fluch oder Segen?"
Auf der Seite des Fluches stehen der Lärm in einigen Quartieren und hohe Preise für das Wohnen. Gleichzeitig wirkt der Segen kurzer Wege und des Lebens in einer vielseitigen Innenstadt. Doch die Einteilung in Fluch und Segen greift den Experten zu kurz. Professor Dr. Dirk Manzke von der Fachhochschule Osnabrück, Oliver Mix, Geschäftsführer von Osnabrück-Marketing und Tourismus, und der Münsteraner Architekt Marc Matzken richten ihren Blick auf die Chancen.
Manzke und Matzken machen deutlich, wie Ideale vergangener Jahrzehnte auf kommunalpolitische Entscheidungen und damit auf das Bild von Stadt und Umland wirken: Bauwillige zogen frei stehende Einfamilienhäuser in Siedlungen vor, während sich die Stadt dem Autoverkehr zu beugen hatte. Die Eigenheimzulage unterstützte die Zersiedelung im Umland und benachteiligte die Innenstadt. Manzke und Matzken sprechen von Fehlern, die sich jedoch umkehren lassen, indem Förderungen in die andere Richtung gehen. Für sie braucht die Stadt neue Vorbilder.
Doch ist überhaupt genug Platz vorhanden? Manzke weist auf viele Bau- und Kriegslücken hin, auf Fassaden, hinter denen sich nichts tut und auf Eigentümer, denen die Motivation fehlt, etwas daran zu ändern: " In vielen Höfen stehen Garagen." Diese Orte könnten viel besser genutzt werden, findet er, und fordert eine " Hof-Offensive" nach alten Vorbildern, wie sie in Prag noch zu sehen seien: Höfe mit Laubengängen und voller Leben. " Das sind abhandengekommene Wohnformen."
Manzke fordert außerdem unkonventionelle Bauvorhaben. So kann er sich neue Häuser auf alten Bunkern vorstellen. Er wünscht sich von der Stadt Fantasie bei der " Suche nach alternativen Wohn- und Bauformen". Für ihn kommt es dabei auch auf die Initiative der Bürger und Architekten an.
Dem schließt sich Oliver Mix an. Auch für ihn hat die Stadt " ein großes Potenzial", doch bisher fehlt es ihm an attraktiven Angeboten für Familien. Er plädiert deshalb für " besondere Bau-Objekte mit mutigen Ideen, die zu Vorbildern werden können".
Manzke, Matzken und Mix sind sich einig: " Die Stadt muss über den Tellerrand schauen." Und dann die Bedingungen verändern, die zu der Eingangsprognose geführt haben.
Autor:
jweb


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