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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadt kommt Bürgern entgegen
Zwischenüberschrift:
Ausschuss beschließt: Eines der drei auf dem Piesberg geplanten Windräder wird 30 Meter kleiner
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Stadt ändert die Planungen für die drei neuen Windräder auf dem Piesberg und will damit den massiven Bedenken zahlreicher Anwohner Rechnung tragen.
Die östlich gelegene Anlage soll rund 30 Meter niedriger ausfallen als ursprünglich vorgesehen. Vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt wurde Donnerstagabend ein entsprechender Verwaltungsvorschlag einstimmig beschlossen. Sozialdemokraten und Grüne stimmten allerdings nur zähneknirschend zu. Aus Klimaschutzgründen sei die Änderung ein Fehler, sagte Frank Henning (SPD). Durch das niedrigere Windrad sinke der Stromertrag dieser Anlage schätzungsweise um 30 Prozent. Dadurch werde auch weniger Kohlendioxid eingespart. Volker Bajus (Grüne) sprach von einer " klassischen Abwägungsentscheidung". Er bedauerte zwar die Absenkung, ihm sei aber bewusst, dass der kleine Windpark auf der Felsrippe eine Zumutung für viele Anwohner sei. Maria-Theresia Sliwka (FDP) nannte den Kompromiss " vernünftig". Uwe Twent (CDU) meinte, dass die Interessen der Anwohner eine höhere Priorität hätten als die Wirtschaftlichkeit der Anlage. Wulf-Siegmar Mierke (UWG) argumentierte, dass die Änderung zu einer größeren Rechtssicherheit der Planung führe.
Vom 24. Februar bis 24. März hatte die Öffentlichkeit das Konzept einsehen können. Daraufhin wurden zahlreiche Bedenken geäußert. Gegenwind gab es auch von der Gemeinde Wallenhorst, die die Planungen ablehnt.
Derzeit stehen vier Windräder auf der Felsrippe des Piesberges. Die Stadtwerke wollen drei durch größere Anlagen ersetzen, wodurch insgesamt eine zweieinhalbfach höhere elektrische Leistung erzielt werden soll.
Die bisherige Planung sah vor, die Windräder in unterschiedlicher Höhe zu errichten. Dabei sollten die beiden Anlagen auf der Felsrippe (dem höchsten Punkt des Piesberges) eine Nabenhöhe von 108 Metern erhalten. Für das östliche Windrad, das auf einer deutlich tiefer gelegenen Fläche stehen soll, war eine Nabenhöhe von 138 Metern vorgesehen, damit alle Anlagen im Landschaftsbild in gleicher Höhe in Erscheinung treten. Mit der Änderung ist dieser Gedanke vom Tisch. Auch das östliche Windrad soll demnach künftig eine Nabenhöhe von 108 Metern haben. Die Gesamthöhe aller drei Anlagen (inklusive der Rotorblätter) beträgt knapp 150 Meter.
Vor allem für die Bürger in Pye, die nur wenige Hundert Meter vom Windpark entfernt wohnen, wirkt sich die neue Planung positiv aus, da die Beeinträchtigungen durch störende Geräusche und Schattenwurf abnehmen. Für Lechtingen allerdings sind nach Angaben der Stadtverwaltung kaum Verbesserungen zu erwarten. Bezogen auf den Schattenwurf, könnte sich die Situation sogar verschlechtern.
Zahlreiche andere Kritikpunkte werden im Änderungskonzept nicht berücksichtigt.

Bildtext: Ein Riese wird kleiner: Die Fotomontage zeigt den künftigen Blick vom Westerberg zum Piesberg. Die östliche (rechte) Windenergieanlage soll 30 Meter niedriger ausfallen als ursprünglich (wie hier dargestellt) vorgesehen. Das Windrad tritt deshalb kleiner in Erscheinung, weil es auf einer tiefer gelegenen Fläche steht. Die Planungen haben massiven Gegenwind hervorgerufen.
Autor:
jan


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