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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Oxford rückt ein Stückchen näher
Zwischenüberschrift:
Entwürfe für den Hochschulcampus Westerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn alles gut geht, werden die beiden Osnabrücker Hochschulen auf dem früheren Kasernengelände an der Sedanstraße in den nächsten Jahren noch einmal weit über 70 Millionen Euro investieren. Die Stadt Osnabrück machte dafür mit einem städtebaulichen Gestaltungswettbewerb schon mal den Weg frei.
In den letzten Wochen haben drei Teams aus Architekten und Landschaftsplanern ihre Visionen für einen Hochschulcampus auf dem Gelände der ehemals britischen Woolwich Barracks an der Sedanstraße aufs Papier gebracht. Zuvor hatte das Land Niedersachsen das 5, 5 Hektar große Gelände der Woolwich Barracks an der Sedanstraße als Erweiterungsfläche für Uni und Fachhochschule angekauft. Dafür steht im Landeshaushalt 2009 als Einzeltitel im Etat des Wissenschaftsministeriums eine Summe von 2, 7 Millionen Euro bereit.
Das jetzt auf dem Tisch liegende städtebauliche Konzept sei zwar noch ein " Blick in die Zukunft", sagte Stadtbaurat Wolfgang Griesert bei der Vorstellung der drei Entwürfe. Aber in der jetzigen Phase komme es entscheidend auf eine " tragfähige Planung" an. Zum Beispiel sei die ursprüngliche Bebauung der Fachhochschule (mit dem Vorläuferbau der Ingenieurakademie) wie der auch der Universität (Verfügungszentrum) noch auf die Albrechtstraße orientiert gewesen. Künftig werde jedoch die Barbarastraße die zentrale Erschließung leisten müssen. " Welche Verknüpfungen zwischen den einzelnen Standorten, welche Anbindungen zu den Rändern gibt es?" Das seien die zentralen Fragen für den künftigen Campus am nördlichen Westerberg, so Griesert. Zugleich müsse jeder Entwurf aber auch die umliegenden Standorte Frauenklinik, Caprivikaserne und Wissenschaftspark Sedanstraße mit bedenken.
An den Planungen für die Woolwich Barracks haben das Team pbr/ Lützow 7 mit Martin Rohling aus Osnabrück sowie Prof. Cornelia Müller und Jan Wehberg aus Berlin, das Team Henk Döll, Atelier voor bouwkunst aus Rotterdam mit Markus Gnüchtel, GTL Landschaftsarchitekten aus Kassel/ Düsseldorf und das Entwurfsteam Martin Wäschle, Architekturbüro Matern und Wäschle aus Paderborn mit Prof. Dirk Junker aus Bramsche teilgenommen.
Einstimmig hat die Jury sich anschließend für den Entwurf von Martin Rohling und dem Berliner Büro " Lützow 7" ausgesprochen, berichtete Griesert bei der Vorstellung der Entwürfe. Darin sei die Idee eines universitären Campus-Geländes am besten verwirklicht: " Der Entwurf gestaltet unterschiedliche Räume, und er präsentiert gute Einbindungen des Areals an die Umgebung."
Als zentrales Element wird dabei die Barbarastraße zu einer verbindenden Magistrale zwischen einem " Kulturhof" im Süden (die Muesenburg) und einem Eingangsplatz an der Sedanstraße aufgewertet. Neben der bereits beschlossenen Mensa (Baubeginn 2010) würden in der ersten Phase eine gemeinsame Bibliothek für Uni und FH sowie ein Hörsaalgebäude entstehen. Diese Bauten sollten nach den Vorstellungen von Prof. Cornelia Müller durch eine Treppenanlage aufeinander bezogen sein. " Man muss über den Berg sehen können, nicht nur bis zum nächsten Berg." Ebenso wichtig seien ihr die Übergänge in den umgebenden Landschaftspark Westerberg, sagte Müller dazu. Und weiter zum Stichwort Hochschul-Campus: " Oxford, Cambridge und Harvard mögen Sehnsüchte sein, aber die Potenziale sind da."
Für die neue Mensa am Westerberg sind bereits 15 Millionen Euro verplant. Bibliotheksgebäude und Hörsaalzentrum werden um 50 Millionen Euro erfordern, so lautet ein grober Schätzwert. Die vorhandenen Kasernengebäude dagegen seien allenfalls noch " provisorisch" zu nutzen, betonen Uni und Fachhochschule unisono.
Bildtext: Zentrales Element im künftigen Campus am Westerberg wäre die Barbarastraße, links davon sollen (von Süd nach Nord) die Mensa, ein Hörsaalgebäude und eine neue gemeinsame Bibliothek entstehen. Entwurf: pbr/ Lützow 7
Autor:
Frank Henrichvark


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