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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Rinderzüchter übernehmen Halle Gartlage
Zwischenüberschrift:
Gut zwei Millionen Euro für 50 Jahre altes Gebäude und 30 000 Quadratmeter Jahrmarktsgelände
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Für wahrscheinlich gut zwei Millionen Euro wird die Stadt Osnabrück die Halle Gartlage zur Jahreswende an die Osnabrücker Herdbuch-Gesellschaft (OHG) verkaufen.
Verträge sind zwar noch nicht unterschrieben, Osnabrücks Finanzdezernent Horst Baier bestätigte gestern aber, dass die Verhandlungen mit der Rinderzuchtorganisation weit vorangeschritten sind und man zu einer " grundsätzlichen Verständigung" gekommen ist. Damit sind die ursprünglichen Überlegungen vom Tisch, die mehr als 50 Jahre alte Halle wegen eines jährlichen Defizits von rund 75 000 Euro abreißen zu lassen.
Auch wegen eines größeren Investitionsbedarfs aufgrund eines Sanierungsstaus soll für das Gebäude selbst offenbar nur ein symbolischer Betrag gezahlt werden. Mit der Halle Gartlage verkauft wird aber ein gut 30 000 Quadratmeter großer Teil des insgesamt rund 40 000 Quadratmeter großen Jahrmarktsgeländes. Weder Horst Baier nochOHG-Geschäftsführer Hans-Willi Warder wollten auf Anfrage den Kaufpreis nennen. Im Gespräch sein soll aber eine Summe von gut zwei Millionen Euro. Vertragsbestandteil ist die Zusicherung, Traditionsveranstaltungen wie Flohmärkte, Zirkusgastspiele, Jahrmärkte oder Kleintierausstellungen zu bislang üblichen Bedingungen in der Halle und auf dem Gelände zu ermöglichen. Dazu zählt für die Stadt Osnabrück auch die Nutzung der Freifläche als Bedarfsparkplatz für Großveranstaltungen wie VfL-Spiele.
Ende dieses Jahres endet ein Vertrag zwischen Stadt und OHG mit zehn Jahren Laufzeit, der der Rinderzuchtorganisation die Durchführung ihrer Viehauktionen in der Halle zusichert. Die Herdbuch-Genossenschaft hat Osnabrück in den vergangenen fünf Jahrzehnten zum größten Vermarktungsstandort für Zuchtrinder gemacht. Mitte der 1950er-Jahre hatte sich die OHG mit einem Investitionszuschuss am Bau der Halle beteiligt und dafür Sonderrechte für die Nutzung einräumen lassen. Die Genossenschaft mit Sitz in Melle-Föckinghausen macht mit 55 Vollzeitbeschäftigten sowie weiteren zehn Teilzeitmitarbeitern und Azubis einen Jahresumsatz von durchschnittlich zehn Millionen Euro. Geschäftsführer Warder geht davon aus, dass die Halle Gartlage ein Kostenoptimierungspotenzial bietet und unter Regie der Rinderzuchtorganisation zumindest keine Defizite erwirtschaften wird. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass keine größeren Investitionen notwendig seien. Warder schließt nicht aus, dass auch künftig Konzerte in der Halle stattfinden allerdings eher für rustikale Zielgruppen wie beispielsweise Liebhaber von Rockmusik.

Bildtext 1:

Rustikale Veranstaltungen wie Rockkonzerte mit Alice Cooper (links), Zuchtviehauktionen oder Jahrmärkte sollen auch künftig in der Halle Gartlage und auf dem Außengelände stattfinden.

Bildtext 2:

Mehr als 50 Jahre alt ist die Halle Gartlage, die zum Jahreswechsel von der Stadt Osnabrück an die Herdbuch-Genossenschaft verkauft werden soll.

Fotos: Archiv
Autor:
Franz-Josef Raders


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