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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bahn frei für die Schellenbergbrücke
Zwischenüberschrift:
Sperrung ab 6. Juli – Behelfsbrücke für Radler und Fußgänger während der Bauzeit
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Keine andere Brücke in Osnabrück ist länger, aber keine andere ist auch so marode wie die Schellenbergbrücke. Nach 98 Jahren muss sie einem Neubau weichen. Obwohl die Abbrucharbeiten noch gar nicht begonnen haben, traf sich die Prominenz gestern schon zum ersten Spatenstich für die neue Brücke. Im November 2011 soll sie fertig sein.
In den kommenden Wochen entsteht zunächst eine hölzerne Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer. Am 5. Juli werden zum letzten Mal Autos über die abgängige Plattform rollen, dann beginnt der Abriss. Eine komplizierte Angelegenheit, weil die Bahngleise und die elektrischen Fahrdrähte nicht in Mitleidenschaft gezogen werden dürfen. Und der Fahrplan für die Züge zwischen Osnabrück und Löhne schon gar nicht.
Deshalb wird die Brücke zuerst geleichtert, also von der Fahrbahn und allen Lasten befreit, die ohne Beeinträchtigung der Statik entfernt werden können. Den Rest übernimmt ein Mobilkran dafür hat die Bahn schon ein Zeitfenster von 52 Stunden in den Fahrplan eingebaut. Ende dieses Jahres, kündigt Lutz Vorreyer vom Fachdienst Straßenbau an, wird die alte Schellenbergbrücke von der Bildfläche verschwunden sein.
Für die neue Brücke setzen die Tiefbauer auf eine Pfahlgründung, um in der sandigen Haseniederung Halt zu finden. Im Laufe des kommenden Jahres werde sie nach und nach Gestalt annehmen, kündigt Lutz Vorreyer an. Das Bauwerk wird an Ort und Stelle eingeschalt 1, 50 Meter höher als der Vorgängerbau, damit der Platz auch für die modernen Züge der DB reicht. 2011 soll das 130 Meter lange Bauwerk Fahrbahn und Geländer erhalten.
Auf rund 9 Millionen Euro wird die Erneuerung der Brücke veranschlagt. Zwei Drittel davon übernimmt die Deutsche Bahn AG, den Rest die Stadt. Der Bauauftrag ist nach einigen zeitraubenden Turbulenzen im Bieterverfahren an die Hochbaufirma Hofschröer und das Tiefbauunternehmen Dieckmann gegangen.
Bauunternehmer Mark Hofschröer ist zuversichtlich, dass die neue Brücke schon vor dem vertraglich vereinbarten Fertigstellungstermin November 2011 übergeben werden kann. Darauf wies er gestern beim ersten Spatenstich hin.
Ralf Keinert von der DB Netz AG ließ durchblicken, dass die Arbeiten an der Schellenbergbrücke nicht ungefährlich sind: " Ich wünsche uns allen eine unfallfreie und glatte Bauzeit."
Oberbürgermeister Boris Pistorius wies darauf hin, dass es sich bei der Brücke um ein Geschenk handele, " das wir nicht ablehnen durften". Dabei hätte die Stadt gern Nein gesagt, als ihr die baufällige Brücke vor 15 Jahren durch das Eisenbahnkreuzungsgesetz übertragen wurde.

Bildtext: Ein tatkräftiges Team: Was macht′s schon, dass die alte Brücke erst noch abgebrochen werden muss? Gestern war schon mal der erste Spatenstich für die neue Schellenbergbrücke. Von links: Stadtbaurat Wolfgang Griesert, Oberbürgermeister Boris Pistorius, Planer Heiko Tilebein, Bauunternehmer Markus Hofschröer, Ralf Keinert und Stefan Walter von der Deutschen Bahn AG, Lutz Vorreyer vom Fachbereich Städtebau und Bauunternehmer Reinhold Höcker. Foto: Egmont Seiler
Autor:
rll


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