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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Grüne Finger für das Klima
Zwischenüberschrift:
Greenpeace-Kindergruppe informiert Passanten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wer am Wochenende durch die City bummelt, der denkt nicht unbedingt an Klimaschutz. Die Greenpeace-Kinder stießen die Passanten am Samstag mit dem grünen Finger auf dieses Thema. Sie veranstalteten in der Großen Straße die Aktion " Green Finger".
Im Dezember findet in Kopenhagen eine Konferenz statt, die über das zukünftige Klima auf unserem Planeten entscheidet. Das bisherige Klimaschutzabkommen, das Kyoto-Protokoll, läuft in drei Jahren aus. Greenpeace fordert, dass Deutschland dort eine Führungsrolle übernehmen soll, um den Ausstoß von CO2 um mindestens 40 Prozent zu verringern.
Die Osnabrücker konnten dieser Forderung zustimmen, indem sie sich den Finger mit abwaschbarer grüner Farbe bemalten, sich damit fotografieren ließen und ihren Namen unter einen offenen Brief an Bundesumweltminister Sigmar Gabriel setzten.
Martin Scholz hat, ohne zu zögern, unterschrieben. " Pro Minute wird eine Fläche von 30 bis 35 Fußballfeldern im Regenwald abgeholzt", sagt Scholz′ zehnjährige Tochter Kim. Das hat sie gerade in der Schule gelernt. Die Bäume sind wichtig für das Klima, weil sie Sauerstoff produzieren, fügt sie an. Ihre Eltern unterstützen die Ideen von Greenpeace. Deswegen war sich Kim sicher, dass die Mama nicht schimpft, obwohl die grüne Farbe einen Fleck auf ihrem T-Shirt hinterließ.
Grün war auch die Farbe des T-Shirts der 14-jährigen Juliane Spence, eins der Mädchen aus dem Greenteam, wie die Jugendgruppe von Greenpeace genannt wird. Sie stand am Samstag zum ersten Mal in der Fußgängerzone an einem Info-Stand. " Ich finde es wichtig, etwas für den Klimaschutz zu tun", sagte sie. Sie kennt das Thema seit der Grundschule. Nun will sie es den Osnabrückern erläutern.
Die Konkurrenz war groß. Neben dem Stand von Greenpeace verteilten junge Damen Gutscheine für ein Modehaus. Dort blieben die Leute stehen. " Das ist frustrierend", gab Tobias Demircioglu zu. Er ist der Betreuer der Greenteams. " Wir wollen den Leuten die Augen öffnen und die Öffentlichkeit wachrütteln", sagte der 32-Jährige. " Wenn auf der Klimakonferenz nichts passiert, passiert erst mal gar nichts", meinte er. Viele Osnabrücker waren aber skeptisch.
Nach zweieinhalb Stunden war die Aktion vorbei. 50 Osnabrücker hatten unterschrieben. Tobias Demircioglu war halb zufrieden: " Es hätten ruhig auch mehr sein können."

Bildtext:

Sie machten mit: Kim Scholz mit Papa Martin am Greenpeace-Kinderstand von Tobias Demircioglu, Charlotte Grestop, Jana Penders, Juliane Spence und Nora Penders (von links).

Foto: Jörn Martens
Autor:
tw


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