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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nackte Nachzügler im XXL-Format
Zwischenüberschrift:
Neue Nacktmulle größer als die alte Belegschaft
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Spannung war groß, als jetzt ein großes Paket aus den USA im unterirdischen Zoo eintraf: Zwei Nacktmull-Kolonien aus dem Brookfield-Zoo in Chicago wurden erwartet. Doch die amerikanischen Nager sind nicht die einzigen Nachzügler: Erdhummeln und Maulwurfsgrillen haben ebenfalls in den vergangenen Wochen ihre Höhlen bezogen.
Gemeinsam sorgen sie für einen anhaltenden Besucherandrang, den der Zoo mit weiterem Servicepersonal bewältigt. Durch mehrere Schichten Zeitungspapier, Styropor, Wärmekissen und zwei Holzboxen musste sich Tierpfleger Christian Koopmann hindurcharbeiten, bevor er sich davon überzeugen konnte, dass die insgesamt 20 Tiere den über 24 Stunden dauernden Transport gut überstanden haben. Die Tiere waren nicht nur sehr lebhaft, sondern auch mindestens doppelt so groß wie die bereits in Osnabrück heimischen Nacktmulle.
Fünf Tage nach ihrer Ankunft fühlen sich die amerikanischen Neuankömmlinge sichtlich wohl in Norddeutschland und zeigen einen gesegneten Appetit. Außerdem haben beide Kolonien eine Lieblingsstelle gefunden, wo sie besonders gerne auf einem Haufen liegen und gut für die Besucher zu sehen sind.
Die alteingesessenen Nacktmulle sind inzwischen schon vertraut mit dem täglichen Ablauf: " Sie flüchten nicht mehr, wenn wir Futter in die Gehege geben, und wenn wir einen Bereich sauber machen, verziehen sie sich einfach in einen anderen Gang", so Revierleiter und Tierpfleger Oliver Schüler.
Auch ein Volk Erdhummeln und acht Maulwurfsgrillen sind in den letzten Wochen eingezogen. Erklimmen die Besucher die kleine Leiter links vom Eingang können sie direkt in das Nest der Erdhummeln schauen. Zwischen 60 und 80 Tiere tummeln sich im Nest und geben den Blick auf die Brut- und Vorratszellen frei. Die Erdhummeln sind übrigens Selbstversorger im unterirdischen Zoo und werden nicht gefüttert. Über das " Hummelflugloch" gelangen sie im Bereich der Präriehund-Außenanlage nach draußen.
Die acht Maulwurfsgrillen erhalten dagegen alle zwei bis drei Tage einen Regenwurm oder Wachsmaden. Wer die Insekten mit den kräftigen Vorderbeinen sehen will, muss jedoch genau hinschauen: Die Tiere sind gut getarnt.
Währenddessen reißt der Besucheransturm nicht ab: Seit Eröffnung des unterirdischen Zoos Ende März verzeichnete der Zoo einen Besucherzuwachs von 30 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2007. Da wird es schon mal eng im unterirdischen Zoo. Damit dennoch alle einen Blick auf die Tiere erhaschen können, hat der Zoo zusätzliche neun Servicekräfte und vier Zoopädagogen engagiert: Diese weisen die Besucher im Stollenlabyrinth auf die frei wählbare Wegführung sowie die verschiedenen Tiergruppen hin und beantworten Fragen rund um die unterirdische Tierwelt.

Bildtext: Da staunte Christian Koopmann nicht schlecht: Als der Tierpfleger die neuen Nacktmulle aus Chicago auspackte. stellte er fest: Die sind viel größer als die schon im unterirdischen Zoo lebenden Verwandten. Fotos: Uwe Lewandowski

Nackt und faltig: Kuschelig sind die Nacktmulle zwar nicht, aber viele Besucher locken sie trotzdem in den Zoo.


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