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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der FMO schaut nach Leipzig
Zwischenüberschrift:
Das Bundesverwaltungsgericht verhandelt am 9. Juli über die Verlängerung der Start-und-Lande-Bahn
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Münster/ Osnabrück. Diesen Termin haben die Verantwortlichen des Flughafens Münster/ Osnabrück (FMO) geradezu herbeigesehnt: Am Donnerstag, 9. Juli, wird sich das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in einem Revisionsverfahren mit der geplanten Start-und-Lande-Bahn-Verlängerung beschäftigen.
Kurzer Blick zurück: Im Juli 2006 hatte das Oberverwaltungsgericht Münster die Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss zur Verlängerung der Start-und-Lande-Bahn am FMO zurückgewiesen. Gegen diese Entscheidung hatte der Naturschutzbund (NABU) Nordrhein-Westfalen eine Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht durchgesetzt.
In dem nun terminierten Revisionsverfahren geht es somit ausschließlich um Fragen des Naturschutzes. Der NABU hatte in seiner Klage unter anderem ausgeführt, dass mit einer Verlängerung der Startbahn ein FFH-Schutzgebiet betroffen sei (FFH steht für Fauna = Tierwelt, Flora = Pflanzenwelt und Habitat = Lebensraum bestimmter Pflanzen- und Tierarten). Dem hält der FMO entgegen, dass genau deswegen (also zum Schutz des FFH-Gebiets) ein rund elf Millionen Euro teures Tunnel-Brückenbauwerk am Eltingmühlenbach vorgesehen sei.
FMO-Geschäftsführer Gerd Stöwer blickt der Verhandlung in Leipzig gelassen entgegen: " Wir freuen uns, dass wir in dem jetzt schon 15 Jahre laufenden Verfahren nun kurz vor der letzten Entscheidung stehen." Der FMO sei zuversichtlich, auch diesen Prozess positiv abschließen zu können, " aber vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand".
Also, für Spannung dürfte gesorgt sein. Letztlich sind drei Entscheidungen in Leipzig denkbar: Das Bundesverwaltungsgericht erklärt den Planfeststellungsbeschluss von 2006 für rechtswidrig (womit der FMO dann das Kapitel Start-und-Lande-Bahn-Verlängerung beenden könnte). Möglich ist auch, dass die Richter in Leipzig das Verfahren in Teilbereichen an das Oberverwaltungsgericht Münster zurückverweisen (wo dann nachverhandelt werden müsste). Dritte Variante: Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig weist die Revision ab. Der FMO könnte das Verfahren forcieren und den 60 Millionen Euro teuren Ausbau vermutlich 2010 starten.

Bildtext: Die FMO-Ausbaupläne: Die Start-und-Lande-Bahn soll in einem ersten Schritt von derzeit rund 2200 Metern auf rund 3000 Meter ausgebaut werden, später auf 3600 Meter vorausgesetzt, das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig macht mit seiner Entscheidung keinen Strich durch diese Planungen. Grafik: FMO
Autor:
al


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