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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schwerer Abschied von der Glühbirne
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker fordern mehr Beratung – Die Unsicherheit ist groß
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ab September verschwindet sie nach und nach aus den Verkaufsregalen: die gute alte Glühbirne. In Osnabrück steigt die Nachfrage schon jetzt, die Kunden horten die Leuchtmittel.
Laut Beschluss der Europäischen Kommission soll die klassische Glühbirne umweltfreundlichen Halogen- und Energiesparlampen weichen. Im ersten Schritt werden alle matten und die 100-Watt-Birnen aus dem Verkehr gezogen. Viele Verbraucher sind verunsichert. Dass auch die Osnabrücker die Leuchtmittel hamstern, macht sich in einigen Geschäften bereits Monate vor dem Verbot bemerkbar. " Das ist schon auffällig. Viele Kunden sagen: Die lege ich mir beiseite, die gibt es ja bald nicht mehr′", berichtet Nicole Smiech, Mitarbeiterin in der Elektronik-Abteilung des Baumarkts Praktiker. Es sei deutlich merkbar, dass der Absatz der Glühbirnen gestiegen sei.
Ebbe im Lampenregal
Auch in der Osnabrücker Filiale von Hornbach ist die Nachfrage größer geworden. " Bei 75- und 100-Watt-Birnen herrscht bei uns schon Ebbe, danach fragt im Moment fast jeder", berichtet Mitarbeiterin Sabrina Lücking. Ganze Kartons würden einige Kunden aus den Verkaufsräumen tragen. Der Baumarkt habe gerade wieder Nachschub geordert." Die Energiesparlampen wollen viele aber nicht", weiß Lücking. Weil sie eine andere Lichtausbeute haben und eine Weile brauchen bis sie hell sind, sei das alternative Leuchtmittel noch nicht so beliebt. " Wenn man nur mal kurz in die Abstellkammer will, ist das nichts", so Lücking.
Das Thema Glühbirnenverbot beschäftigt die Kunden, weiß auch Lars Haukap, Angestellter bei Elektro Fisse. " Man muss Aufklärungsarbeit leisten, wir haben täglich zwei oder drei Anfragen von Kunden." Vom Hamstern der klassischen Birnen rät er jedoch ab. " Es gibt eine Übergangsphase", erklärt er. Ab September 2009 dürften die klassischen Birnen nicht mehr hergestellt werden, die Bestände von Großhändlern und Geschäften könnten allerdings auch nach dem Stichtag noch verkauft werden. Er selbst sieht die Energiesparlampe nicht als klassische Alternative zur Glühbirne, weil sie nicht so leuchtet wie der Vorgänger. " Was man wirklich spart, ist Geld, weil der Stromzähler nicht mehr so hoch geht", so Haukap.
Bei der schwedischen Möbelkette Ikea ist die Unsicherheit unter der Kundschaft spürbar. " Wir müssen derzeit viel Beratungsarbeit leisten", sagt Jörk Lewandovski, Teamleiter in der Beleuchtungsabteilung. Das Team reagiert mit Halogenleuchten und versucht, einen behutsamen Übergang für die Verbraucher zu schaffen. Weil Energiesparbirnen oft nicht in ihre Lampen passten, seien die Kunden verunsichert. " Grund für Panik gibt es aber nicht", betont Lewandovski. " Sonderformen wie die Kerze bleiben im Verkauf, und es gibt bei Halogenlampen gute Alternativen." Im Dunkeln sitzen muss also auch künftig niemand.
Zoll schreitet ein
Der Vorratskauf bei Onlineshops im Ausland scheidet nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP für den Verbraucher bald ebenfalls aus. Gegen das Hamstern im Ausland rüstet sich der Zoll, indem künftig Pakete mit klassischen Glühbirnen abgefangen und vernichtet oder an ausländische Interessenten verkauft werden.

Bildtext: Welche Lampe leuchtet am besten? Jörk Lewandovski, Teamleiter in der Beleuchtungsabteilung von Ikea, zeigt derzeit vielen Kunden die Alternativen zur klassischen Glühbirne. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Claudia Kolbeck


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