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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ist Kaugummi entfernen ein Kinderspiel?
Zwischenüberschrift:
Jugend-Forscher Julian Hartstang
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Durch die ständige Mundbewegung des Kaugummikauens erhöht sich der Herzschlag, und dadurch gelangt mehr Sauerstoff ins Gehirn. Die Merkfähigkeit nimmt zu. Ob deshalb Kaugummi so beliebt bei Schülern ist? Der zehnjährige Julian Hartstang hält es für möglich. Jedenfalls ist er bislang mit seiner Lieblingssorte Spearmint sehr gut gefahren, wie ein Blick in sein Zeugnis beweist.
Was ihn aber schon lange ärgert: Ein Großteil der 580 000 Tonnen Kaugummi, die weltweit jedes Jahr durchgekaut werden, landet anschließend nicht im Mülleimer, sondern an versteckten Stellen des Schulmobiliars. Beim Versuch, die plattgedrückten Reste zu entfernen, richtet man unter Umständen eine noch größere Schweinerei an. Jedenfalls dann, wenn man nicht weiß, mit welchen einfachen Hausmitteln es am besten geht.
Julian arbeitete ein Versuchsprogramm aus. Er klebte verschiedene Kaugummis auf verschiedene Untergründe, wie sie typisch für das Schul-Interieur sind, und rückte ihnen mit einem Holzspachtel und unterschiedlichen Reinigungsmitteln zu Leibe. Alle Ergebnisse wurden säuberlich in Tabellen eingetragen. Durch die Variation neun verschiedener Kaugummisorten, drei verschiedener Oberflächen (lackiertes Holz, Kunststoff, verchromtes Stahlrohr) und zwei verschiedener Lösungsmittel (Essig und Geschirrspülmittel) erhielt er eine stattliche Anzahl von Ergebnissen.
Die galt es zu interpretieren. Schnell zeigte sich, dass zuckerhaltige Kaugummis hartnäckiger sind als zuckerfreie. Julian: " Hauptbestandteil sind in allen Fällen gereinigte Harze. Vom Tannenbaumharz wissen wir ja, wie schwer das von den Händen abgeht. Wenn dann auch noch der klebrige Zucker dazukommt, geht es noch mal schwerer." Essig war in den meisten Fällen wirksam, nur auf Stahl wirkte Pril besser.
Julian wurde mit seiner Versuchsauswertung Regionalsieger des Wettbewerbs " Schüler experimentieren" (Altersgruppe bis 14 Jahre) im Fachgebiet " Arbeitswelt".
Dr. Ansgar Striethorst, Fachleiter Mathematik/ Physik am Carolinum, erläutert: " In der Juniorsparte geht es noch nicht so sehr um theoretische Erklärungen der dahinterstehenden chemischen und physikalischen Vorgänge, sondern um das sauber dokumentierte wissenschaftliche Experimentieren. Und das hat Julian preiswürdig hingekriegt."
Julian ist schließlich bereits ein " alter Hase", was die Teilnahme an solchen Wettbewerben angeht: Im Vorjahr als Grundschüler belegte er den dritten Platz mit einer Untersuchung über die Flugeigenschaften von Papierfliegern.

Bildtext: Sauber aufgebaute Versuchsreihen zu dem Ferkelthema " Kaugummi ablösen" präsentiert Julian Hartstang bei " Jugend forscht". Foto: Joachim Dierks
Autor:
jod


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