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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Borgelt-Nachbarn bleiben skeptisch
Zwischenüberschrift:
Gesundheitsexperten bleiben aber dabei: Keine auffällig hohe Krebsrate im Umfeld der Gießerei
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Es blieben einige Fragezeichen: War das Untersuchungsgebiet richtig gewählt? Sind manche Krankheitsfälle nicht bekannt geworden? Bislang lautet die Schlussfolgerung allerdings: Das Landesgesundheitsamt Niedersachsen und der Gesundheitsdienst Landkreis und Stadt Osnabrück haben rund um die Eisengießerei Borgelt keine Anhaltspunkte für überdurchschnittlich viele Krebsfälle gefunden.
20 Neuerkrankungen in einem Jahr: Selbst diese Zahl in einer genau umrissenen Fläche zwischen Landwehrstraße und Teichweg sowie Atterstraße und Wersener Straße würden noch keine Auffälligkeit bedeuten, sagte Michael Hoopmann vom Landesgesundheitsamt, der gemeinsam mit Amtsarzt Dr. Gerhard Bojara Vorgehensweise und Ergebnisse der Untersuchung präsentierte. Denn ungefähr diese Anzahl an Erkrankungen würden durchschnittlichen Werten entsprechen, bezogen auf die über 4300 Menschen, die in diesem Bereich lebten. Tatsächlich seien hier aber 2008 nur 12 Fälle festgestellt worden, berichtete Hoopmann. Bezogen auf sämtliche Erkrankungen über einen Zeitraum von 45 Jahren, die Anwohner bei der Befragung mitgeteilt hatten, seien zudem keine auffälligen Häufungen von bestimmten Krebsarten festgestellt worden. Bei den Frauen seien dies an erster Stelle Brustkrebs, bei Männern Prostatakrebs auch sonst die Tumore, die am häufigsten aufträten.
Sind damit alle Eventualitäten ausgeschlossen? Genau das verneinten Hoopmann und Bojara. Das liege bereits an der Krankheit selbst, die von genetischer Veranlagung und äußeren Faktoren beeinflusst werde. Und auch reiner Zufall sei bei regional auffälligen Zahlen nicht auszuschließen. Die gewöhnliche Vorgehensweise bestehe darin, zunächst mit einer weit gefassten Befragung zu untersuchen, ob überhaupt ein Verdacht bestehe. Gebe es auffällige Daten, würden detaillierte Analysen folgen. Doch dieser " erste Schritt" habe für die Eisengießerei eben keine Auffälligkeiten ergeben.
Dennoch wird es wohl weitere Betrachtungen geben. Denn Hoopmann und Bojara nahmen Hinweise der Bürger auf, dass das Untersuchungsgebiet noch genauer spezifiziert werden müsse. Dies gelte etwa für die Bereiche, in denen vom Gewerbeaufsichtsamt erhöhte Benzolwerte ermittelt worden seien. Zudem müsse noch einmal überprüft werden, ob in diesem Bereich tatsächlich gut 4300 Anwohner lebten oder ob diese Zahl möglicherweise zu hoch liege.
Doch um einen Zusammenhang zwischen Emissionen der Eisengießerei und Krebserkrankungen in der Umgebung herzustellen, müssten " ganz andere Fallmeldungen" auftreten. Hoopmann verwies darauf, dass minimal höhere Zahlen unter Gesundheitsstatistikern ebenfalls nicht als auffällig gelten würden.
Die Präsentation kann im Internet unter www.lkos.de » unter dem Bereich Gesundheit abgerufen werden. Dazu können Interessierte beim Landkreis Osnabrück einen ausführlichen und fachlich detaillierten Bericht anfordern.
Autor:
hmd


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