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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Mühle soll bald wieder klappern
Zwischenüberschrift:
Pläne für historisches Gebäude im Nettetal: Führungen, Kultur, Trauungen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wallenhorst. Die jahrhundertealte Mühlentradition im Nettetal wird fortgesetzt. Das betont Ansgar Knollmeyer. Der Gastwirt und Besitzer der Wassermühle hat viele Pläne für das Gebäude. Unterstützt wird er von Hans-Michael Baar und Bäckermeister Dirk Brinkhege.
Im vergangenen Herbst trennten sich die Wege von Knollmeyer und Martin Läer, der 28 Jahre lang Pächter des Gebäudes an der Nette war und den Mahlbetrieb sicherstellte. Nach der Kündigung des Pachtvertrages gab es einigen Wirbel, all das wollen Knollmeyer und seine Mitstreiter aber hinter sich lassen.
Der Ruller nimmt seit einigen Monaten an einem Müllerkurs teil, den er im Frühjahr 2010 abschließen will. Spätestens dann sollen sich die Mühlsteine wieder regelmäßig drehen.
Zurzeit sind noch etliche Reparaturarbeiten zu erledigen das Mühlenrad hat es besonders arg getroffen. Das Nettewasser verursachte Rostschäden, die jetzt geflickt werden. Auch im Innern der Mühle hat sich einiges getan. Die obere Etage, wo Pächter Läer eine Wohnung eingerichtet hatte, ist komplett geräumt. Auch das Mahlwerk ist demontiert. Knollmeyer: " Das werden wir als praktischen Teil des Müllerkurses mit den andere Teilnehmern wieder zusammensetzen." Das passiert am zweiten Maiwochenende. Dann, am Sonntag, 10. Mai, soll auch das Anmahlen offiziell durchgeführt werden.
Ein Dauerproblem sieht Knollmeyer gelöst: Wenn zu viel Wasser an der Mühle gestaut wurde, beklagten sich Landwirte über zu nasse Wiesen und Felder. Nun wurde eine Stauautomatik eingebaut, die reagiert und das Wehr absenkt.
Langfristig soll die Mühle Besuchergruppen offenstehen. Weitere Bausteine des Konzepts sind kulturelle Veranstaltungen, für die sich der Raum im Obergeschoss eignen würde. Das können keine Großveranstaltungen sein, sondern kleine, aber feine Konzerte, Lesungen und Ähnliches.
Die Mühle soll vor allem mahlen: Das sagt Dirk Brinkhege. Er ist Bäckermeister und betreibt von Borgloh aus im Osnabrücker Land eine Reihe von Bäckerläden. Er will ein regionales Mühlenbrot auf den Markt bringen. Das Mehl zumindest ein großer Teil– soll von Mühlen in der Region gemahlen werden. Infrage kommen neben dem Nettetal Bad Essen und Lechtingen. Brinkhege: " Wir müssen da umdenken: Es geht nicht darum, wie viel Mehl wir brauchen oder wollen, sondern was wir den Mühlen zumuten können."
Hinter einer weiteren Nutzung der Mühle steht noch ein Fragezeichen: Ansgar Knollmeyer würde gern das Gebäude als Ort für standesamtliche Trauungen mit ungewöhnlichem Ambiente anbieten. Dafür müssen mit der Gemeinde Wallenhorst und der Stadt Osnabrück aber noch Gespräche geführt werden.

Bildtext: Die Mühle soll mahlen: Das ist das Ziel von Ansgar Knollmeyer (rechts), der zusammen mit Hans-Michael Baar und Dirk Brinkhege (von links) Pläne für das historische Gebäude im Nettetal schmiedet. Fotos: Hermann Pentermann

Reparatur: Gregor Kohlbrecher schweißt das Wasserrad.
Autor:
böh


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