User Online: 1 | Timeout: 14:46Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zweite Gesamtschule: Das Land entscheidet
Zwischenüberschrift:
Rat verstrickt sich wieder in Ideologie-Debatte
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Entscheidung über eine Integrierte Gesamtschule (IGS) in Eversburg liegt jetzt bei der Landesregierung. Der Stadtrat beschloss am Dienstagabend gegen die Stimmen von CDU und FDP, in Hannover die Einrichtung einer IGS zu beantragen nicht ohne sich zuvor in eine erneute Ideologie-Debatte verstrickt zu haben.
Die Mehrheit war so klar abzusehen wie die Frontlinie im Rat: hier CDU und FDP, die den " Zickzackkurs der Ratsmehrheit" (Fritz Brickwedde, CDU) in der Schulpolitik geißelten, dort die linke Mehrheit aus SPD, Grünen, Linken und UWG, die dem " eindeutigen Elternwillen" (Alice Graschtat, SPD) nachkommen wollen. Und natürlich spielte die verwickelte Vorgeschichte eine Rolle in der Debatte zunächst das Ja zur Evangelischen Schule, dann der Schwenk zur IGS in der Käthe-Kollwitz-Schule und schließlich die Kehrtwende hin zur IGS in Eversburg und Schließung der Käthe-Kollwitz-Schule.
Nach dem Beschluss des Rates soll im Schulzentrum Eversburg eine IGS als Ganztagsschule eingerichtet werden. Stimmt das Land zu, werden die Haupt- und Realschule Eversburg sowie die dortige Außenstelle des Ratsgymnasiums in diesem Sommer zum letzten Mal Schüler in die 5. Klasse aufnehmen. Die Schulen laufen dann zum 31. Juli 2015 aus. Die Käthe-Kollwitz-Schule wird zum Schuljahresende 2014 geschlossen und schon jetzt keine Kinder mehr aufnehmen.
Die Zustimmung des Landes ist nicht sicher, weil in der Elternbefragung die von der Landesregierung geforderten Zahlen nicht erreicht wurden. Kein Wunder, sagt die Stadt. Denn es war innerhalb weniger Wochen die zweite Befragung zum gleichen Thema. Viele Eltern hätten irritiert oder verärgert reagiert. 5233 Eltern aller Grundschüler waren befragt worden. In der ersten Runde hatten 54, 5 Prozent geantwortet. Davon wollten 21, 7 Prozent ihr Kind in einer IGS anmelden. Im zweiten Durchgang füllten 37, 3 Prozent den Fragebogen aus. Davon machten 435 ihr Kreuzchen bei der IGS. Das entspricht einem Anteil von 20, 6 Prozent. Das Ziel, 130 Schüler pro Jahrgang für eine fünfzügige Schule zu haben, wurde knapp verfehlt.
CDU-Fraktionschef Fritz Brickwedde interpretiert diese Zahlen als ein Nein der großen Mehrheit zur IGS in Eversburg. Er warf SPD und Grünen vor, die Pläne für eine Kooperative Gesamtschule in Eversburg in Trägerschaft der evangelischen Kirche torpediert zu haben. Damit habe die Stadt nicht nur die Landeskirche verprellt, sondern eine Million Euro Investitionszuschuss und 300 000 Euro an jährlichen Zuschüssen ausgeschlagen.
" Es geht Ihnen nur um Ideologie", warf Brigitte Neumann (CDU) SPD und Grünen vor, was ihr einen Konter von Marion Fiolka-Dörpmund einbrachte: " Sie sind doch die Ideologen." Michael Hagedorn (Grüne) bezeichnete die Entscheidung für die IGS Eversburg als sachgerecht. Es gebe eindeutig einen Bedarf für eine zweite Gesamtschule in Osnabrück.
Das betonte auch Oberbürgermeister Boris Pistorius. Das Ergebnis der Elternbefragung könne kein Ausschlusskriterium sein, denn die Zahl von 130 Schülern sei nur ein " Richtwert". Wer sich frage, was das Beste für die Schulstruktur in Osnabrück und das Beste für den Standort Eversburg sei, könne nur zu der Antwort IGS gelangen, sagte Pistorius.
FDP-Sprecher Thomas Thiele scheiterte mit seinem Antrag, aufgrund der Ergebnisse der Elternbefragung auf die IGS zu verzichten und die Gespräche mit der evangelischen Landeskirche wieder aufzunehmen. Auch der Vorschlag von UWG-Vertreter Wulf-Siegmar Mierke scheiterte, bei einem Nein der Landesregierung zur IGS in Eversburg ein neues Verfahren für den Standort Schölerberg/ Käthe Kollwitz in Angriff zu nehmen.
Autor:
hin


Anfang der Liste Ende der Liste