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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Oasen der Ruhe in der Innenstadt
Zwischenüberschrift:
Tag der Freiräume über das Leben in Hinterhöfen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein schattiges Plätzchen für die Pause, Blumen fürs Wohlbefinden und auch Autos finden einen Platz: Vielfältig wird der Innenhof des Steinwerks an der Bierstraße genutzt. Beim " Tag der Freiräume" der Fachhochschule Osnabrück stellte Denkmalpfleger Bruno Switala den ruhigen Ort vor.
" Ich freu mich jeden Tag", sagt Switala über seinen historisch geprägten Arbeitsplatz. Seit fünf Jahren ist das Steinwerk Sitz der städtischen Denkmalpflege. " Es gibt in Deutschland sicher kein anderes Gebäude mit 800 Jahren Nutzungstradition", schwärmt Bruno Switala und grenzt ein: " Nicht museal, sondern für den Alltag genutzt."
Seine Führung durch den Hinterhof und das Steinwerk bildete den Abschluss des Tags der Freiräume der FH, der dieses Jahr unter dem Titel " Hof als Republik" stand. " Verborgen hinter den Häusern, ist der Hof Auffangraum des introvertierten Lebens mitten in der Stadt", sagt Veranstalter Dirk Manzke, Professor für Stadt- und Freiraumplanung an der FH Osnabrück, bei der Eröffnung.
Beim sechsten Tag der Freiräume befassten sich Referenten und Teilnehmer mit neuen Hofkonzepten, die das soziale Zusammenleben der Bewohner fördern. Hier, in der Abgeschiedenheit von der Straße, können sich Nachbarschaft und Ruheräume entfalten, die hektische Welt des Alltags auf der Straße lässt sich ausblenden. Die Referenten stellten Höfe in Brasilien, Dessau, die ehemalige Sargfabrik in Wien, das Projekt " Der Hof als Republik" im niederländischen Deventer und eben den Hof am Steinwerk in der Bierstraße vor.
" Wer mal zugeparkt wird, muss großzügig sein", sagt Bruno Switala über das Miteinander im und um den Hof herum. Nicht nur die Denkmalpflege ist hier zu Hause, es gibt auch ein Weinkontor, zwei Ateliers, ein Architekturbüro mit Einrichtungsgeschäft, Lagerräume, Garagen und ganz normale Anwohner.
" Es ist ein ständiges Aushandeln um die Nutzung, die mit Respekt geführt wird", sagt der Denkmalpfleger. So beliebt das Steinwerk auch ist: " Nicht jede Nachtwächterführung macht hier Station. Das Gleiche gilt auch für die Aufführungen der Stadtspieler", erläutert Switala weitere Kompromisse.
Von der Stadt ist das gewünscht. Sie möchte so die Altstadt rund um die Uhr beleben, deren Nutzung immer stärker nur auf den Tag ausgerichtet ist.
Bildtext: Das Leben im Innenhof und im Steinwerk an der Bierstraße stellte Bruno Switala (Zweiter von links) einem Teil der Gäste des Tags der Freiräume vor. Mit im Bild: Tagungsorganisator Prof. Dirk Manzke (Dritter von rechts). Foto: Elvira Parton
Autor:
Marie-Luise Braun


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